
YouTube gab am 28. Mai bekannt, dass es interne Signale bereitstellt, um KI-generierte oder stark veränderte Videos zu erkennen und automatisch zu kennzeichnen. Damit geht YouTube über zuvor vor allem auf eine freiwillige Offenlegung durch Creator setzende Richtlinien hinaus. YouTube bestätigte, dass das automatische Kennzeichnungssystem vor allem Videos betrifft, die mithilfe von KI erstellt oder verändert wurden und möglicherweise fälschlicherweise als echte Personen, Orte oder Ereignisse wahrgenommen werden. Wenn Creator nicht proaktiv offenlegen, dass sie KI-Tools verwendet haben, wird YouTube die Videos automatisch kennzeichnen.
Von YouTube bestätigte automatische Auslösekriterien und nicht entfernbaren Ausnahmen
YouTube bestätigte, dass es sich bei der Anpassung diesmal um mehr Durchsetzungskraft handelt, nicht um eine Änderung der Kernrichtlinie: Videos mit klar erkennbarer Darstellung von Animationen oder Fantasy-Szenarien (z. B. Einhörner in einer Zauberwelt) benötigen weiterhin keine Kennzeichnung; bei Videos, die nur wenig per KI verändert wurden oder eindeutig aus der Animationsproduktion stammen, wird das Label weiterhin nur in der erweiterten Beschreibung angezeigt.
Wenn Creator, deren Inhalte automatisch gekennzeichnet wurden, der Ansicht sind, dass es zu einer Fehlidentifikation gekommen ist, bestätigte YouTube, dass sie den Offenlegungsstatus aktiv aktualisieren können. Inhalte, die jedoch mit den eigenen YouTube-KI-Tools (Veo oder Dream Screen) erstellt wurden, sowie Videos, die C2PA-Metadaten aufweisen, aus denen hervorgeht, dass sie vollständig von KI generiert wurden, können nicht entfernt werden.
Bestätigte Aktualisierung zur Position der Kennzeichnung: Unterschiede zwischen langen Videos und Shorts
YouTube bestätigte konkrete Änderungen an der Position der Labels. Zuvor erschienen KI-Labels in der Regel im Bereich der erweiterten Beschreibung; sie waren vor allem dann deutlich sichtbar, wenn es um sensible Themen wie Gesundheit oder Nachrichten ging.
Nach dem Update werden die KI-Labels bei langen Videos direkt unterhalb des Players angezeigt, oberhalb der Videobeschreibung; bei YouTube Shorts werden die KI-Labels direkt als Overlay über das Bild gelegt. YouTube erklärte, dass dies dazu dienen soll, Zuschauern das Erkennen entsprechender Hinweise bei realistisch wirkenden oder bearbeiteten KI-Inhalten zu erleichtern.
C2PA-Standard und bestätigter Hintergrund zu YouTubes Deepfake-Detektionstools
YouTube bestätigte, dass das automatische Kennzeichnungssystem auf seinen zuvor erweiterten KI-Deepfake-Detektionstools aufbaut. Dieses Tool ermöglicht es erwachsenen Nutzern, Übereinstimmungen mit Gesichtern auf der Plattform zu scannen; in der ersten Testphase waren Prominente, Politiker und öffentliche Personen im Fokus.
Der C2PA-Standard stellt verschlüsselte Rückverfolgungsinformationen für digitale Inhalte bereit. OpenAI ist kürzlich dem C2PA beigetreten. Bestätigte weitere Mitglieder sind Nvidia, Kakao und Eleven Labs. YouTubes dauerhafte Kennzeichnung von Videos mit C2PA-Labels ist laut YouTube eine der konkretsten Anwendungen des C2PA-Standards durch eine der führenden Plattformen.
Häufige Fragen
Wird die automatische KI-Kennzeichnung von YouTube Einfluss auf die Monetarisierung oder Empfehlungsalgorithmen der Creator haben?
YouTube bestätigte, dass KI-Labels die Empfehlungsfähigkeit oder die Verdienstmöglichkeiten von Videos nicht beeinflussen. Diese Bestätigung gilt für alle Creator, die Inhalte mit KI-Tools erstellen – unabhängig davon, ob die Kennzeichnung vom Creator selbst offengelegt wurde oder ob YouTube sie automatisch erkennt und hinzufügt.
Welche zwei Arten von KI-generierten Videos können nicht von der Kennzeichnung befreit werden?
Laut YouTube bestätigung können zwei Arten von Videos nicht von den Labels entfernt werden: Inhalte, die mit den eigenen YouTube-KI-Tools (Veo oder Dream Screen) erstellt wurden, sowie Videos, die C2PA-Metadaten tragen, aus denen hervorgeht, dass sie vollständig von KI generiert wurden. Für andere Fälle gilt: Wenn Creator der Ansicht sind, dass es zu einer Fehlidentifikation gekommen ist, können sie den Offenlegungsstatus aktualisieren.
Welche wichtigsten Plattformen und Unternehmen sind derzeit dem C2PA-Standard beigetreten?
Laut Berichten, die bestätigt wurden, ist OpenAI kürzlich dem C2PA-Standard beigetreten. Bestätigte weitere Mitglieder sind Nvidia, Kakao und Eleven Labs. YouTubes dauerhafte Kennzeichnung von Videos mit C2PA-Labels ist derzeit eine der konkretsten Umsetzungen des Standards durch eine der führenden Plattformen.