Am Dienstag (6. Mai) fielen die europäischen Erdgasterminkontrakte um nahezu 2% und durchbrachen die Marke von 40 €/MWh, nachdem sie sich am Vortag noch Gewinne gesichert hatten. Hintergrund sind zunehmende Spannungen an der Straße von Hormus. Berichten zufolge wurde der Schiffsverkehr nach einer militärischen Eskalation am Wochenende gestört; dabei seien Schiffe unter Beschuss geraten. Irans Behörden warnten, dass Schiffe, die versuchen, die Wasserstraße zu passieren, mit einem möglichen Angriff rechnen müssen.
LNG-Tanker aus Katar, die sich der Meerenge nähern wollten, wurden gezwungen, umzukehren oder den weiteren Fortschritt zu stoppen. Seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar gab es in der Region keine LNG-Exporte mehr, was rund 20% der globalen LNG-Lieferungen beeinträchtigt. Händler beobachten derzeit besonders die diese Woche geplanten US-Iran-Friedensverhandlungen, allerdings bleiben die Aussichten ungewiss: Präsident Trump hatte angedeutet, dass die am Mittwoch auslaufende Zwei-Wochen-Feuerpausen-Vereinbarung sehr wahrscheinlich nicht verlängert wird.