Wichtige Finanzinstitute weiten ihre Krypto-Dienstleistungen im Rahmen regulierter Finanzstrukturen aus. Laut Bitwise-Daten sind 24 Unternehmen aktiv im Handel, in der Verwahrung, in Fonds, bei Zahlungen, bei Tokenisierung oder bei börsengehandelten Krypto-Produkten. Die Aktivität deutet auf eine breitere Nutzung regulierten Krypto-Zugangs hin.
Kernaussagen:
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- Große Finanzunternehmen erweitern ihre Krypto-Aktivitäten über Verwahrung, Zahlungen, Fonds und Tokenisierung.
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- Der Zugang zu regulierten ETPs ist zum breitesten Einstiegspunkt für institutionelle Krypto-Exponierung geworden.
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- Tokenisierte Fonds und Blockchain-Settlement-Tools könnten tiefer in die traditionelle Finanzwelt vordringen.
Banken rücken Krypto tiefer in den regulierten Finanzsektor
Die Krypto-Präsenz an der Wall Street wächst quer durch das Finanzsystem. Der Asset-Manager Bitwise teilte am 8. Mai auf der Social-Media-Plattform X Daten mit, die zeigen, dass 24 große Finanzinstitute im Krypto-Bereich aktiv sind. Die Grafik erstreckt sich über Handel, Verwahrung, Private Funds, exchange-gehandelte Produkte, Zahlungen und Tokenisierung – bei Banken, Asset-Managern, Börsen und Zahlungsnetzwerken.
Krypto-Exchange-Traded-Produkte (ETPs) sind zum breitesten Einstiegspunkt geworden. Bank of America bietet inzwischen Merrill-wealth-management-Kunden Zugang zu Spot-Bitcoin-ETPs, was den Bedarf der Kunden an regulierter Exponierung widerspiegelt. Vanguard erlaubt seinen Brokerage-Kunden ebenfalls den Handel mit Krypto-ETPs, nachdem zuvor Bitcoin-ETFs blockiert worden waren. Blackrock, Fidelity, Franklin Templeton, Morgan Stanley, UBS und Wells Fargo sind ebenfalls in der ETP-Kategorie aufgeführt.
Bitwise schrieb am 8. Mai auf X:
„Banken und Krypto: besser zusammen.“

Institutionelle Infrastruktur reicht über den Investment-Zugang hinaus. BNY Mellon hat die Verwahrung digitaler Assets in die Kerninfrastruktur integriert, während Deutsche Bank über eine Partnerschaft mit Taurus in Verwahrdienstleistungen expandiert hat. Cboe, Charles Schwab, CME Group, DBS, Deutsche Börse, Goldman Sachs, HSBC, Interactive Brokers und die London Stock Exchange unterstützen Handelsplätze, gelistete Produkte, Verwahrung oder Marktinfrastruktur.
Tokenisierung und Zahlungen verändern die institutionelle Krypto-Nutzung
Tokenisierung ist bei vielen gelisteten Unternehmen zu sehen. Blackrock nutzt seinen BUIDL-Fonds, um institutionelle Liquidität on-chain zu bewegen, während Franklin Templeton die Fondsaktivität auf öffentlichen Blockchains erfasst. Bitwise kündigte die geplante Einführung seines tokenisierten USCC-Fonds an, den es als seinen ersten tokenisierten Fonds bezeichnete. Citi Token Services, J.P. Morgans Kinexys, HSBC Orion, UBS uMINT und Société Générale FORGE zeigen, wie Banken Tests für blockchainbasierte Abwicklung und Asset-Emission durchführen.
Krypto-gestützte Zahlungen konzentrieren sich auf globale Banken und Kartennetzwerke. Citi, BNY Mellon, DBS, Deutsche Bank, HSBC, JPMorgan Chase, Mastercard, Société Générale, UBS und Visa sind in dieser Spalte markiert. Visa hat die Erschließung einer Stablecoin-Settlement-Infrastruktur untersucht, während Mastercard sein Multi-Token Network für blockchainbasierte Finanzdienstleistungen entwickelt hat. DBS unterstützt zudem regulierte digitale-Asset-Dienste über Handel, Verwahrung und Tokenisierung hinweg.
Bitwise-CIO Matt Hougan sagte am 7. Mai auf X:
„Irgendwann wird jeder Fonds tokenisiert.“
Private Krypto-Fonds bleiben Teil des institutionellen Bildes, allerdings ist die Adaption enger als bei ETPs. Blackrock, Fidelity, Franklin Templeton, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo sind in dieser Kategorie gelistet. Goldman Sachs konzentriert sich auf institutionelle Trader und den Zugang zu Private Funds, während JPMorgan Chase in allen sechs Kategorien in der Bitwise-Grafik auftaucht.