A16z kommentiert: Der Begriff „Stablecoins“ wird veralten, als Nächstes kommt „programmierte Währungen“

ChainNewsAbmedia
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a16z ver�ffentlicht am 1. Mai eine von Robert Hackett verfasste Meinungsanalyse. Sie vertritt die These, dass der Begriff „Stablecoin“ (stabile W�hrung) schnell veraltet. Hackett Kernargument ist: Als diese Art von Verm�genswerten urspr�nglich erfunden wurde, war „die F�higkeit, 1:1 gegen den US-Dollar einzul�sen“ die zentrale Leistung – daher wurde „stable“ zum Namensfokus; aber im heutigen Jahr 2026 ist Stabilit�t bereits eine Grundvoraussetzung, kein Verkaufsargument. Der eigentliche technische Wert liegt stattdessen in „programmable money“ (programmierbares Geld) – also in der M�glichkeit, sofort grenz�berschreitende Abrechnungen durchzuf�hren, sich in Anwendungen einzubetten und sich wie Software zu kombinieren und aufzurufen.

Kernargument: „Stabilit�t“ ist das Fundament, „programmierbar“ ist die Innovation

Der Schl�sselsatz von Hackett im Artikel lautet: „Stabilit�t ist heute nur noch die Basisvoraussetzung (table stakes), eine Voraussetzung, aber nicht der Fokus.“ Die dazu passende Beobachtung lautet: Nutzer und Institutionen nutzen Verm�genswerte wie USDT, USDC, PYUSD und DAI inzwischen, ohne dass sie �berhaupt noch fragen, ob sie „1:1 gegen den US-Dollar“ halten k�nnen. Diese Annahme ist inzwischen einfach „ja“. Die Frage, die tats�chlich den Einsatz treibt, lautet nun: „Was k�nnen wir damit noch bauen?“

„Programmierbares Geld“ zeigt sich konkret in drei Ebenen: Erstens, sofortige grenz�berschreitende Abrechnungen – w�hrend das traditionelle SWIFT-System 1–3 Arbeitstage ben�tigt, sind On-Chain-Stablecoin-Transaktionen in 30 Sekunden abgeschlossen; zweitens, eingebettetes Finanzwesen – Anwendungen k�nnen Zahlungslogik in Smart Contracts einbetten, wie etwa MoonPay am 1.5. mit dem Start, bei dem AI-Agenten direkt Stablecoins nutzen, um mit der MoonAgents Card Mastercard zu bezahlen; drittens, Kombinierbarkeit – Stablecoins k�nnen als Basis-Verm�genswerte f�r DeFi-Protokolle dienen und sich nahtlos mit Kreditgesch�ften, Derivaten und Ertragsstrategien verbinden.

Wortschatz-Entwicklung: Vier Kandidaten und das „horsepower-Schicksal“

Hackett stellt die These auf, dass sich der Wortschatz f�r Stablecoins in mehrere Richtungen entwickeln k�nnte: „digital cash“ (digitales Bargeld), „programmable money“ (programmierbares Geld), „digital dollars/euros“ (digitale Dollar/Euro) oder schlie�lich schlicht „onchain assets“ (On-Chain-Verm�gen). Aber er prognostiziert, dass das finale Schicksal m�glicherweise zwei Varianten hat: Entweder bleibt der Begriff „stablecoin“ erhalten wie „horsepower“ (Pferdest�rke), aber die Menschen erinnern sich nicht mehr an die urspr�ngliche w�rtliche Bedeutung; oder er verschwindet direkt und wird zu einer unsichtbaren Basisschicht, einer Art Infrastruktur f�r „die Funktionsweise von Geld“.

Die historische Analogie mit der Pferdest�rke passt sehr gut: Diese Einheit wurde urspr�nglich im 18. Jahrhundert von James Watt genutzt, um die Effizienz von Dampfmaschinen in „entsprechend wie viele Pferde“ umzurechnen – eine Marketingformulierung, damit K�ufer es besser verstehen. Heute verlassen Menschen sich l�ngst nicht mehr darauf, dass Pferde Maschinen antreiben; „horsepower“ existiert dennoch weiter in den Spezifikationen von Autos, Motoren und Motoren/Antrieben – als reine technische Einheit. Stablecoins k�nnten einen �hnlichen Weg nehmen: Wenn die Technologie ausgereift ist und die Basisstabilit�t nicht mehr hervorhebenswert ist, wird der Begriff „stablecoin“, falls er weiter existiert, nur noch ein historisches Relikt sein.

Bedeutung f�r die Krypto-Industrie: Der Wechsel von Begriffen in der Reifephase

Hackett ist nicht nur beim Wortspiel stehen geblieben; seine Sicht spiegelt das Signal wider, dass die Krypto-Industrie in eine „Reifephase“ eintritt. Tether ver�ffentlichte am 1.5. einen Q1-Nettoertrag von 1 Milliarde US-Dollar sowie Reserven von 8,2 Milliarden US-Dollar; die Finanzinfrastruktur von USDT entspricht damit bereits der Rolle systemrelevant wichtiger Finanzinstitute (SIFI). a16z schlug am 28.4. Stablecoin-„BaaS“ (Banking-as-a-Service) vor und behandelt Stablecoins als Basiskomponente f�r Bankgesch�fte. Die heutige 1.5.-Kommentarserie bringt nun auch die Bedeutungen dieses Trends sprachlich in den Vordergrund.

F�r Krypto-Gr�nder und Investoren ergeben sich drei konkrete Erkenntnisse aus diesem Beitrag: Erstens muss bei Produktdesign und Markt-Story nicht mehr betont werden, dass „wir 1:1 halten“ – das ist bereits die Nutzer-Voraussetzung. Zweitens kommt der differenzierende Wert aus „programmierbaren F�higkeiten“ – Kombinierbarkeit, Einbettung in Anwendungen und die M�glichkeit, dass AI-Agenten sie autonom nutzen. Drittens k�nnten die Namen k�nftiger Projekte der n�chsten Generation m�glicherweise nicht mehr „stablecoin“ als Label verwenden, sondern deutlichere Begriffe, die die Funktion genauer beschreiben (z. B. „on-chain payment rail“ oder „programmable USD asset“). Die Entwicklung von Begriffen ist oft die letzte Meile der technologischen Reife: Wenn „stablecoin“ dann endg�ltig �berholt ist, k�nnten Kryptow�hrungen tats�chlich in die Normalit�t eintreten, in der gilt: „Geld funktioniert so.“

Dieser Artikel von a16z: „Der Begriff „Stablecoin“ wird veralten, als N�chstes kommt „programmierbares Geld“. Erstmals erschienen in der Chain News von ABMedia.“

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