Der US-amerikanische Republikaner-Senator Tillis (Thom Tillis) äußerte gegenüber den Medien, dass der für die Kryptoindustrie entscheidende Clarity Act (Klarheitsgesetz) bereit sei, in die Phase der Anhörungen zu gehen. Das Gesetz zielt darauf ab, digitale Vermögenswerte in das US-Finanzsystem einzubeziehen, sieht sich jedoch einer kollektiven Boykott-Haltung des Bankensektors gegenüber, wodurch das Gesetz ins Stocken geriet und sich der Zeitplan verzögerte. Tillis gilt als wichtige Person in den Verhandlungen rund um Stablecoins; er erklärte, es sei nun an der Zeit, zu handeln. Diese Aussagen wurden vom Markt als Signal gewertet, dass das Gesetz möglicherweise schon bald bedeutende Fortschritte auf der Agenda des Senats machen könnte.
Fortschritt der Verhandlungen zur Kontroverse um Stablecoin-Anreize
Mit Blick auf die Stablecoin-Zinssatz- und Ertragsfragen, die zuvor dazu geführt hatten, dass der Gesetzesentwurf zögerte, sagte Senator Tillis, dass die Bankenbranche derzeit über genügend Zeit verfüge, um sich zu den Stablecoin-Anreizmechanismen zu äußern. In der vergangenen Zeit hätten traditionelle Banken starke Bedenken geäußert, dass Stablecoins den Markt für zinstragende Einlagen schmälern könnten, was dazu geführt habe, dass die Verhandlungen zum „Digital Asset Clarity Act“ festgefahren seien. Tillis erklärte, dass die aktuelle Version des Gesetzesentwurfs viele Bedenken verschiedener Lobbygruppen der Banken ausgeräumt habe und der Senatsausschuss für Banken (Senate Banking Committee) das Prüf- und Anhörungsverfahren vorantreiben werde.
Weitere Herausforderungen nach der Verabschiedung des Digital Asset Clarity Act
Wenn der Senatsausschuss für Banken in der zweiten Maihälfte wie geplant eine Anhörung zur Prüfung durchführen könnte, wäre das ein notwendiger Schritt, bevor der Gesetzentwurf zur Abstimmung an das Plenum des Senats übermittelt wird. Angesichts der begrenzten verbleibenden Zeit auf der Agenda des Senats im Jahr 2026 könnte jedoch jede administrative oder prozedurale Verzögerung Auswirkungen auf die Verabschiedung des Gesetzes haben. Tillis plant, vor dem Beginn der Anhörung einen Kompromisstext zu Stabilcoin-Ertragsraten gegenüber den Interessenträgern öffentlich zu machen. Obwohl derzeit noch Raum für weitere Verhandlungen besteht, zeigte sich die Initiative der Digital-Assets-Branche wie der Digitalverband (Chamber of Digital Commerce) hinsichtlich der Dynamik für eine Prüfung im Mai optimistisch.
Potenzielle Hürde: Umgehung von Interessen durch Krypto
Neben dem Widerstand der Bankenbranche müssen im Gesetzentwurf auch andere umstrittene Bestimmungen behandelt werden. Dazu gehört ein von den Demokraten angeführtes Verbot, das öffentliche Amtsträger daran hindert, persönliche Geschäftsinteressen im Bereich Kryptowährungen zu halten; dies wird als im Zusammenhang mit der Industrie-Beteiligung von Präsident Trump und seiner Familie stehend betrachtet. Tillis zeigte sich mit solchen moralischen Anforderungen einverstanden, ist jedoch der Ansicht, dass dieses Thema möglicherweise nicht als Kernpunkt bei der Prüfung im Bankenausschuss aufgeführt werde. Außerdem vertritt der Vorsitzende des Justizausschusses des Senats, Grassley (Chuck Grassley), die Auffassung, dass Inhalte, die rechtlichen Schutz für DeFi- (Dezentralisierte Finanzwesen) Entwickler betreffen, zunächst vom Justizausschuss geprüft werden sollten; dies könnte eine weitere potenzielle prozedurale Hürde darstellen.
Da das US-Parlament kurz vor den Zwischenwahlen steht und dem Senat nur noch etwa 11 Wochen an Beratungsfenster bleiben, würde der Gesetzentwurf „Digital Asset Clarity Act“ bei einem erfolgreichen Durchgang im Senat in der vorliegenden Version zur abschließenden Prüfung an das Repräsentantenhaus übermittelt werden. Obwohl das Repräsentantenhaus den Entwurf im vergangenen Jahr bereits verabschiedet hat, müssen jedoch beide Kammern von Senat und Repräsentantenhaus zu einer endgültigen Einigung gelangen, damit der Entwurf dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden kann. Trump hat zuvor ausdrücklich seine Unterstützung dafür bekundet, dass das Gesetz verabschiedet wird, und dazu aufgerufen, dass der Bankensektor den Gesetzgebungsprozess zu digitalen Vermögenswerten nicht behindern sollte.
Der Artikel „Republikanischer Senator treibt den Durchbruch des „Digital Asset Clarity Act“ in der Stablecoin-Kontroverse aktiv voran – Licht am Ende des Tunnels“ erschien erstmals auf Kettennews ABMedia.