
Der Senator Bernie Sanders, die Senatorin Elizabeth Warren und der Abgeordnete Bobby Scott schrieben am 3. Juni einen Brief an den amtierenden US-Arbeitsminister Keith Sunderlin und forderten, einen Vorschlag zurückzunehmen, der es erlauben würde, Private Equity, digitale Vermögenswerte, Private-Credit und andere „alternative Vermögenswerte“ in 401(k)-Rentenpläne aufzunehmen. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die Volatilität digitaler Vermögenswerte und die „fehlende Regulierung und Absicherung“ die Rentenersparnisse der Amerikaner gefährden könnten.
Hintergrund des Arbeitsministerium-Vorschlags: 2026 März angekündigt, basierend auf der Executive Order von 2025 August
Das Arbeitsministerium veröffentlichte im März 2026 den Entwurf einer Richtlinie, die es ermöglichen soll, alternative Vermögenswerte in 401(k)-Pläne aufzunehmen. Anlass dafür ist eine Executive Order, die Trump im August 2025 unterzeichnet hat und die die Behörden anweist, „Wege zur Verbreitung des Zugangs zu alternativen Vermögenswerten“ zu schaffen, einschließlich Kryptowährungen. Zu den in dem Vorschlag abgedeckten Kategorien alternativer Vermögenswerte zählen Private Equity, digitale Vermögenswerte (Kryptowährungen), Private Credit und weitere alternative Vermögenswerte.
Die drei zentralen Vorwürfe im Brief der Abgeordneten: Volatilität, Regulierungsdefizite und Interessenkonflikte
Die drei Abgeordneten bringen in ihrem Schreiben drei konkrete Vorwürfe vor:
Erstens das Risiko der Volatilität digitaler Vermögenswerte. Es heißt, „hochvolatile Vermögenswerte wie digitale Währungen“ würden dazu führen, dass Rentenkonten übermäßigen Risiken ausgesetzt seien;
Zweitens unzureichende Regulierung und Absicherungsmaßnahmen. Das Schreiben zitiert dazu die folgende konkrete Formulierung: „Die Anwendung von Wertpapiergesetzen auf Krypto-Assets ändert sich schnell, und viele der Wertpapiergesetze, von denen Anleger profitieren, wenn sie öffentliche Wertpapiere kaufen, dürften nicht für Kryptowährungen gelten“, und führt an, dass die amtierende Regierung die Durchsetzung der SEC gegen Krypto-Betrug abgeschwächt habe;
Drittens Interessenkonflikte. Die Abgeordneten stellen die Frage, ob die Politik irgendjemandem in der Regierung zugutekommen könnte, und weisen darauf hin, dass Trump „schwerwiegende Interessenkonflikte“ bei Krypto-Unternehmen wie „World Liberty Financial“ habe.
Demokratische Position zum CLARITY-Gesetz: Moral-Klauseln als Voraussetzung für eine Abstimmung
Das CLARITY-Gesetz (Digital Asset Market Structure Act) soll in naher Zeit im US-Senat beraten werden. Sanders, Warren und Scott haben in ihren Änderungsanträgen zu dem Gesetz ähnliche Argumente wie in dem oben genannten Schreiben vorgebracht. Demokratische Senatoren bestätigten in öffentlichen Erklärungen, dass sie keine Version des CLARITY-Gesetzes unterstützen würden, die keine Moral-Klausel enthalte; konkrete Details zu der jeweiligen Moral-Klausel wurden zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht offengelegt.
Häufige Fragen
Ist der 401(k)-Krypto-Vorschlag des Arbeitsministeriums derzeit bereits in Kraft?
Das Arbeitsministerium veröffentlichte den Entwurf im März 2026; bis zum 3. Juni haben die drei demokratischen Abgeordneten offiziell Briefe zur Rücknahme eingereicht, aber der endgültige Status des Vorschlags wurde noch nicht bestätigt. Das Arbeitsministerium hat bislang keine öffentliche Antwort auf die Rücknahmeforderungen gegeben.
In welchen Ausschüssen sind die drei Abgeordneten jeweils als ranghohe Mitglieder tätig?
Bernie Sanders ist ranghohes Mitglied im Senatsausschuss für Banken; Elizabeth Warren ist ranghohes Mitglied im Senatsausschuss für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten; Bobby Scott ist ranghohes Mitglied im Ausschuss für Bildung und Erwerbsfähigkeit des Repräsentantenhauses.
Worauf zielen die Moral-Klausel-Anforderungen der Demokraten beim CLARITY-Gesetz konkret ab?
Die Demokraten weisen sowohl in dem Schreiben als auch in den Änderungsanträgen auf die geschäftlichen Interessen der Familie Trump an Krypto-Unternehmen wie „World Liberty Financial“ hin und vertreten die Auffassung, dass die entsprechenden Krypto-Regulierungen ohne Moral-Klauseln dazu führen könnten, dass die persönlichen Interessen von Regierungsbeamten mit Entscheidungen der öffentlichen Politik kollidieren. Der genaue Wortlaut der Moral-Klausel wurde zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht offengelegt.