BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat in einem aktuellen Interview mit Anthony Pompliano offengelegt, dass über 90% seines persönlichen Nettovermögens in Bitcoin gebunden sind, er aber seine Position auf den aktuellen Kursniveaus nicht weiter aufstocken wird. Hayes führte seine gelassene Herangehensweise an die Kursvolatilität darauf zurück, dass er früh in Bitcoin eingestiegen ist und eine extrem niedrige Einstiegskostenbasis hat, sodass er kurzfristige Marktschwankungen ignorieren kann.
Auf die Frage nach seiner Portfoliozusammensetzung direkt angesprochen, stellte Hayes klar: „Ich denke, wahrscheinlich sind 90% meines Nettovermögens Bitcoin.“ Er erklärte, dass ihm seine lange Zeit am Markt die emotionale Disziplin gegeben habe, gelassen zu bleiben und sich von den täglichen Preisschwankungen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Hayes bemerkte, dass diese Art von Ruhe „nur dann entsteht, wenn man lange genug im Spiel ist, um nicht mehr Angst vor dem Rauschen zu haben.“
Obwohl Hayes eine dominante Bitcoin-Allokation hat, machte er deutlich, dass er kein frisches Kapital zu aktuellen Preisen in Bitcoin einsetzen wird. Sein Grund: Er wartet auf ein Ereignis, das er als eine große „Geldmengenausweitung“ bezeichnet, bei dem Zentralbanken den Märkten erhebliche Liquidität zuführen. Bis ein solches Ereignis eintritt, glaubt Hayes, dass es verfrüht ist, neues Kapital in Bitcoin zu investieren.
Während er beim Kauf von Bitcoin vorsichtig ist, beobachtet Hayes aktiv den Altcoin-Markt nach schnelleren Chancen. Er nannte Zcash und Hyperliquid als die zwei Altcoins, auf die er derzeit am zuversichtlichsten ist, und sieht in ihnen im Vergleich zu Bitcoin auf den aktuellen Kursniveaus ein größeres kurzfristiges Aufwärtspotenzial. Laut Hayes sind diese Assets attraktiver, um in naher Zukunft neues Kapital einzusetzen.
Hayes sprach außerdem über die breiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren möglichen Einfluss auf Bitcoin. Er verwies auf die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran als Risikofaktor und warnte, dass Marktdruck Kapital in Richtung von sicheren Häfen wie Gold treiben könnte, was die Bitcoin-Preise kurzfristig belasten könnte.
Was die Preisziele angeht, schlug Hayes vor, Bitcoin könnte 80.000–90.000 US-Dollar erreichen, wenn Zentralbanken mehr Liquidität zuführen, doch er warnte, dass die aktuellen Niveaus keinen starken, aggressiven Kaufbereich darstellen. Zum Zeitpunkt des Interviews wurde Bitcoin nahe 75.000 US-Dollar gehandelt, etwa 5% im Vergleich zur vergangenen Woche im Plus.
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