
Laut The Street vom 31. Mai hat Berkshire Hathaway in Q1 2026 seine rund 15 Jahre gehaltenen Mastercard-Anteile vollständig verkauft. Der Verkauf erfolgte zu einem durchschnittlichen Kurs von 525,64 US-Dollar pro Aktie über etwa 3,99 Millionen Aktien; der Transaktionspreis lag dabei in einer Spanne von 484,24 bis 580,34 US-Dollar.
Vollständige Mastercard-Beteiligungshistorie von Berkshire (bestätigt)
Laut den Daten von StockCircle.com begann die Beziehung zwischen Berkshire Hathaway und Mastercard im 1. Quartal 2011. Damals kaufte Berkshire erstmals 216.000 Aktien. Anschließend wurde die Position aktiv ausgebaut: Im 3. Quartal 2011 wurden 283.000 Aktien nachgekauft, im 1. Quartal 2012 weitere 170.000 Aktien; im selben Jahr im 2. Quartal folgten erneut 235.000 Aktien ( +137,8 %).
Im Jahr 2014 verzeichnete Berkshire ein deutliches Wachstum der Beteiligung: Im 1. Quartal wurde die Position um 900 % aufgestockt; in den 3. und 4. Quartalen des gleichen Jahres wurde weiter aufgestockt. Im 1. Quartal 2015 erfolgte erstmals eine kleine Reduzierung; im 1. Quartal 2016 setzte sich der Rückverkauf fort. Im 2. Quartal 2020 wurde 7,5 % der Beteiligung verkauft, Ende 2021 wurde die Aktienzahl erneut reduziert. Schließlich räumte Berkshire im 1. Quartal 2026 mit einem Durchschnittspreis von 525,64 US-Dollar alle verbleibenden 3,99 Millionen Aktien vollständig aus und beendete damit die rund 15-jährige Beteiligungsbeziehung.
Aktueller Stand des Geschäfts und digitale Zahlungsstrategie: CEO bestätigt
Mastercard-CEO Michael Miebach bestätigte am 28. Mai 2026 auf der Bernstein Strategic Decision Conference, dass im 1. Quartal 2026 und in den zwei Wochen davor die Konsumausgaben der Verbraucher weiter anstiegen. Niedrige Arbeitslosigkeit, Lohnwachstum und ein synchroner Effekt mit der Inflation sowie ein stabiler Aktienmarkt bilden die Grundlage für den Konsum.
Miebach bestätigte außerdem, dass Value-Added-Services derzeit 40 % der Einnahmen von Mastercard ausmachen und schneller wachsen als andere Geschäftsbereiche. Er erklärte: „Wir treiben das Agenturgeschäft über Mastercard Agenten-Zahlungen voran und erweitern unsere Stablecoin-Lösungen, indem wir den geplanten Erwerb von BVNK umsetzen.“ Mastercard bestätigte zudem, dass man im Mai 2024 in China eine inländische Lizenz erhalten hat und damit offiziell betrieben wird.
Häufige Fragen
Ist der nun erfolgte vollständige Ausstieg von Berkshire bei Mastercard die erste große Anpassung einer wesentlichen Beteiligung nach der Nachfolge von Abel?
Laut Bestätigung von The Street erfolgte die Bereinigung im ersten vollständigen Quartal (Q1 2026) nach Greg Abel, der im Januar 2026 offiziell den CEO-Posten übernahm. Nach der Einreichung der neuesten 13F-Unterlagen wurde der Verkauf vom Markt entdeckt. Berkshire hat im selben Quartal auch seine Visa-Beteiligung reduziert. Konkrete Gründe für die Bereinigung werden weder in den Unterlagen noch in Mitteilungen erläutert.
Wie hoch waren der endgültige Abverkaufskurs und das Beteiligungsvolumen von Berkshire bei Mastercard?
Laut den bestätigten Daten von StockCircle.com verkaufte Berkshire Hathaway im 1. Quartal 2026 etwa 3,99 Millionen Mastercard-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 525,64 US-Dollar. Der Transaktionspreis lag in einer Spanne von 484,24 bis 580,34 US-Dollar. Damit wurde die gesamte verbleibende Beteiligung vollständig liquidiert und die rund 15-jährige Beteiligung beendet.
Wie beschreibt Mastercard-CEO den aktuellen Geschäftsstatus des Unternehmens?
Mastercard-CEO Miebach bestätigte am 28. Mai, dass die Konsumausgaben 2026 weiter wachsen. Value-Added-Services machen bereits 40 % der Einnahmen aus. Das Unternehmen treibt außerdem das Agenturgeschäft und die Ausgestaltung von Stablecoins vor (geplanter Erwerb von BVNK) und ist seit Mai 2024 in China offiziell mit einer inländischen Lizenz im Betrieb.