Bitcoin und Kupfer werden von denselben Liquiditätszyklen angetrieben

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Bitcoin und Kupfer werden zunehmend von denselben globalen Liquiditätszyklen angetrieben und spiegeln damit Bitcoins Entwicklung zu einem makrosensitiven Asset wider. Diese Dynamik entstand nicht, weil sich die Vermögenswerte einander angleichen, sondern weil beide auf dieselbe treibende Kraft reagieren – globale Liquidität und Kapitalrotation zwischen defensiven und risikobehafteten Positionen, wenn sich die makroökonomischen Bedingungen ändern. CoinDesk-Recherchen identifizierten Kupfer-zu-Gold-Ratio-Ausweitungen in 2013, 2017 und 2021, die mit frühen Bitcoin-Zyklusphasen zusammenfielen, was belegt, dass Kapital aus defensiver Positionierung in andere Instrumente rotiert. Die Unterscheidung zwischen Kupfer als industriellem Rohstoff und Bitcoin als digitales Asset verwischt sich, da beide nicht durch mechanische Korrelation, sondern durch Regime-Sensitivität gekennzeichnet sind.

Bitcoin und Kupfer zeigen Regime-Sensitivität statt Korrelation

Die Rahmung „Kupfer-Bitcoin-Korrelation“ stellt die Beziehung falsch dar. Was vorhanden ist, ist Regime-Sensitivität – beide Assets reagieren über unterschiedliche Übertragungsmechanismen auf dieselbe Verschiebung der Makrobedingungen. Kupfer fungiert als Gradmesser für die industriellen Kreditbedingungen: Es liegt vorn, wenn die Fertigung beschleunigt, die Ausgaben für Infrastruktur steigen und die Lieferketten sich straffen. Bitcoin, nachdem es institutionelle Absorption durchlaufen hat, verhält sich inzwischen ähnlich wie ein liquditäts-sensitives Risk-Asset innerhalb desselben Regime-Rahmens. CoinDesk-Recherchen, die die Kupfer-zu-Gold-Ratio-Ausweitungen von 2013, 2017 und 2021 im Einklang mit frühen Bitcoin-Zyklusphasen hervorheben, sind ein Beleg dafür, dass Kapital aus defensiver Positionierung über die verfügbaren Instrumente rotiert.

Kupfer-zu-Gold-Ratio fungiert als Signal für Kapitalrotation

Kupfer und Gold dienen als Stellvertreter für Entscheidungen zur Kapitalallokation. Gold entwickelt sich gut, wenn Kapital im Erhaltungsmodus unterwegs ist, mit knapper Liquidität und defensiver Allokation als dominierendem Muster. Kupfer funktioniert, wenn Kapital in reale Aktivität investiert. Wenn die Kupfer-zu-Gold-Ratio über ihren 200-Tage gleitenden Durchschnitt bricht, verschiebt sich das Kapital von der Lagerung in risikobehaftete Aktivität, und in den letzten Jahren zieht diese Rotation Bitcoin mit. Zentralbanken kauften 863 Tonnen Gold im Jahr 2025, nahezu das Doppelte des Durchschnitts 2010-2021, während Gold nahe historischen Hochs blieb. Das deutet darauf hin, dass das defensive Kapital nicht aus dem Markt herausgegangen ist, während ein Teil des Kapitals, das nicht defensiv war, wieder anfängt, sich zu bewegen.

Fed-Zinssenkungen in 2025-2026 unterscheiden sich vom Liquiditätsereignis 2020

Der 2020er Zyklus beinhaltete ein Liquiditätsereignis mit 4,6 Billionen US-Dollar Ausweitung der Fed-Bilanz, 2,2 Billionen US-Dollar fiskalischem Stimulus innerhalb weniger Monate und Zinssätzen bei null. In 2026 ist das Umfeld anders. Die Fed senkte die Zinsen in den Bereich von 3,50% bis 3,75% bis in den späten Teil des Jahres 2025 hinein, bevor sie 2026 auf einen „Abwarten und Beobachten“-Kurs umschwenkte. Der Übertragungsmechanismus ist unterschiedlich, was bedeutet, dass die Kapitalrotation langsamer verläuft als in 2020. Bitcoins steigende Korrelation mit Aktien in den vergangenen Monaten zeigt, dass makroökonomische Sensitivität gleichzeitig für mehrere Asset-Klassen relevant wird – ein Hinweis auf die Reaktivierung des Regimes statt auf einen Wechsel der Kategorie.

Bitcoin agiert als Makro-Asset mit Regime-Sensitivität

Bitcoin ist von einem krypto-nativen Asset, das gelegentlich auf makroökonomische Bedingungen reagiert, zu einem makroökonomisch geprägten Asset geworden, das in Krypto-Begriffen diskutiert wird. Wenn Bitcoin wie Kupfer regime-sensitiv ist, dann haben die Faktoren, die seinen nächsten großen Schritt bestimmen, wenig mit krypto-spezifischen Dynamiken zu tun. Entscheidend ist, ob die Liquiditätsrotation anhaltenden Schwung hat – ob sich der Kredit ausweitet und ob der Dollar weiterhin seinem strukturellen Abdriften nachkommt. Das sind makroökonomische Fragen, auf die die meisten Krypto-Analysen nicht vorbereitet sind, und die die meisten Makro-Analysen auch weiterhin nicht darüber stellen, wie sich Bitcoin dazu verhält.

FAQ

Welche Evidenz verbindet Bitcoin mit dem Marktverhalten von Kupfer?

CoinDesk-Recherchen identifizierten Kupfer-zu-Gold-Ratio-Ausweitungen in 2013, 2017 und 2021, die mit frühen Bitcoin-Zyklusphasen zusammenfielen. Beide Assets reagieren auf dieselben globalen Liquiditätszyklen und auf Kapitalrotation zwischen defensiven und risikobehafteten Positionen, wenn sich die Makrobedingungen ändern, und zeigen dabei Regime-Sensitivität statt mechanischer Korrelation.

Wie unterschied sich die Fed-Politik in 2025-2026 von 2020?

Der 2020er Zyklus beinhaltete 4,6 Billionen US-Dollar Ausweitung der Fed-Bilanz, 2,2 Billionen US-Dollar fiskalischen Stimulus innerhalb weniger Monate und Zinssätze bei null. Im Gegensatz dazu senkte die Fed die Zinsen auf den Bereich von 3,50% bis 3,75% durch den späten Teil von 2025 hindurch und wechselte dann 2026 auf einen „Abwarten und Beobachten“-Kurs, mit einer langsameren Übertragung der Kapitalrotation.

Welche Rolle spielt die Kupfer-zu-Gold-Ratio bei der Kapitalallokation?

Wenn die Kupfer-zu-Gold-Ratio über ihren 200-Tage gleitenden Durchschnitt bricht, verschiebt sich das Kapital von der Lagerung (Gold) in risikobehaftete Aktivität (Kupfer). Zentralbanken kauften 863 Tonnen Gold im Jahr 2025, nahezu das Doppelte des Durchschnitts 2010-2021, was darauf hindeutet, dass defensives Kapital verblieb, während ein Teil des Kapitals begann, sich in Risiko-Assets zu bewegen.

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