Laut SoSoValue-Daten verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs am Donnerstag Nettoabflüsse in Höhe von 277 Millionen US-Dollar und beendeten damit eine fünf Tage anhaltende Zuflussserie mit einem Gesamtvolumen von 1,69 Milliarden US-Dollar. Bitcoin wurde am Freitag unter 80.000 US-Dollar gehandelt, während alle 10 Spot-Ether-ETFs am selben Tag Abflüsse von 104 Millionen US-Dollar meldeten, was auf eine Kehrtwende bei der institutionellen Dynamik vor dem Hintergrund makroökonomischer Unsicherheit hindeutet.
Die Flussumkehr fiel mit erneuten geopolitischen Spannungen rund um das Iran-US-Feuereinstellungsabkommen zusammen. Prognosemärkte preisten eine 97%ige Wahrscheinlichkeit dafür ein, dass bis zum 15. Mai keine Normalisierung der Straße von Hormus erfolgt. Berichten zufolge führten frische Angriffe nahe der Straße von Hormus zu steigenden Rohölpreisen und lösten frühere Gewinne bei Risk Assets wieder auf. Unterdessen preisten Perpetual-Swap-Märkte mit mehr als 50% Wahrscheinlichkeit einen Fed-Zinsanstieg bis April 2027 ein und hielten damit die Zinssenkungserwartungen trotz eines im April über den Erwartungen liegenden Jobs-Reports mit 115.000 neuen Stellen bis 2028 nach hinten.