
Der Vorsitzende der CFTC, Michael Selig, erklärte am 2. Juni in einem Interview mit CNBCs „Squawk Box“, dass die von der CFTC zuvor gegen die Gemini-Börse ergriffenen Vollstreckungsmaßnahmen Teil davon seien, dass die Biden-Regierung „föderale Behörden als Waffe“ einsetze. Dies ist das erste Mal, dass die CFTC zu diesem Fall öffentlich Stellung bezog, nachdem sie letzte Woche beim New Yorker Bundesrichter beantragt hatte, eine am 2025. Januar verhängte einstweilige Verfügung aufzuheben.
Antrag der CFTC auf Aufhebung der einstweiligen Verfügung vom 2025. Januar: bestätigte Konditionen
Letzte Woche reichte die CFTC beim New Yorker Bundesrichter einen Antrag ein, um die im Januar 2025 gegen Gemini erlassene Einwilligungsanordnung (Consent Order) aufzuheben. Laut öffentlichen Rechtsunterlagen enthält die Anordnung folgende Bestimmungen:
Bußgeldhöhe: 5 Millionen US-Dollar
Verbot: untersagt Gemini, gegenüber der CFTC falsche Aussagen zu machen
Inkrafttreten: in den letzten Wochen der Biden-Regierung
Der frühere CFTC-Vorsitzende Tim Massad hatte zuvor öffentlich gesagt, die Anordnung sei „sehr ungewöhnlich“. Selig erklärte, da der Rechtsstreit noch andauere, kommentiere man die konkreten Fakten des Falls nicht im Detail.
Ursprüngliche Anklage: CFTC-Vorwürfe gegen Gemini aus dem Jahr 2022
Die Anklage wurde 2022 erhoben. Die CFTC beschuldigte Gemini, im Jahr 2017 im Rahmen des Antragsprozesses bei der CFTC zur Genehmigung eines Bitcoin-Futures-Produkts falsche oder irreführende Aussagen gemacht zu haben; der konkrete Vorwurf lautet, dass Gemini das Ausmaß verzerrt habe, in dem seine Bitcoin-Futures-Kontrakte anfällig für Manipulation seien. Der Fall wird derzeit weiterhin vor dem Bundesgericht in New York verhandelt.
Seligs direkte Äußerungen am Dienstag: bestätigte öffentliche Aussage
Selig sagte in der öffentlichen Erklärung bei CNBCs „Squawk Box“: „Die Biden-Regierung setzt föderale Behörden als Waffe ein, um die Krypto-Branche und viele andere Branchen zu bekämpfen. Sie greifen aus politischen Gründen Menschen an, wie die Brüder Winklevoss, und das ist nicht akzeptabel. Wir korrigieren diese Fehler. Bundesbehörden sollten nicht für rechtliche Auseinandersetzungen eingesetzt werden.“
Er ergänzte: „Wenn eine solche Behörde für politische Verfolgung eingesetzt wird, drehen wir das um und beginnen wieder von vorn. Das wird während meiner Amtszeit nicht passieren und auch nicht während der Amtszeit irgendeiner zukünftigen Regierung erneut passieren.“
Häufige Fragen
Welche konkrete Rechtsakte beantragt die CFTC aufzuheben?
Die CFTC beantragt beim New Yorker Bundesrichter, eine am 2025. Januar in den letzten Wochen der Biden-Regierung wirksam gewordene Einwilligungsanordnung (Consent Order) aufzuheben. Der Inhalt umfasst ein Bußgeld in Höhe von 5 Millionen US-Dollar sowie eine Verhaltensuntersagung, Gemini zu untersagen, gegenüber der CFTC falsche Aussagen zu machen. Der frühere CFTC-Vorsitzende Tim Massad hatte diese Anordnung als „sehr ungewöhnlich“ bezeichnet.
Welche konkreten Vorwürfe richtete die CFTC ursprünglich gegen Gemini?
Die CFTC reichte 2022 eine Klage gegen Gemini ein und beschuldigte sie, im Jahr 2017 bei der Beantragung bei der CFTC zur Genehmigung von Bitcoin-Futures-Produkten falsche oder irreführende Aussagen gemacht zu haben; konkret wurde vorgeworfen, Gemini habe das Ausmaß verzerrt, in dem Bitcoin-Futures-Kontrakte anfällig für Manipulation seien. Der Fall ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch anhängig.
Welche bestätigte politische Verbindung besteht zwischen Tyler und Cameron Winklevoss und Trumps Wahlkampf?
Tyler und Cameron Winklevoss gehören zu den größten privaten Krypto-Spendern im Wahlkampf von Trump zur US-Präsidentschaftswahl 2024. Diese Information ist öffentlich dokumentiert; Selig äußerte sich in dem Interview nicht im Detail zu dieser Verbindung, sondern lediglich zu der Frage der Verfahrensmäßigkeit der Vollstreckungsmaßnahmen.