Die Commonwealth Bank of Australia gab bekannt, dass sie ungefähr 120 Arbeitsplätze abbauen wird, da die größte Bank des Landes ihre Stellen überprüft und ihren Einsatz von künstlicher Intelligenz ausweitet, so Bloomberg. Die Kürzungen umfassen 43 Stellen bei Bankwest in Westaustralien, wobei sechs Positionen von der Automatisierung betroffen sind. Diese Ankündigung folgt auf eine weitere Runde von rund 300 Jobkürzungen, die zwei Monate zuvor angekündigt worden war.
KI-Trainingsprogramm und Workforce-Strategie
Im Februar startete die Commonwealth Bank ein A$90 Million (US$64.3 Millionen) Future Workforce Program, das darauf ausgelegt ist, bestehende Mitarbeiter in KI-Fähigkeiten zu schulen. Ein Sprecher der Bank sagte, das Institut habe nach der Einstellung von Mitarbeitern im vorangegangenen Geschäftsjahr ungefähr 49.000 Beschäftigte. CEO Matt Comyn rahmte die Umschulungsinitiative als ein Vorhaben ein, das den Mitarbeitern „mehr Kontrolle darüber gibt, wie sich ihre Karrieren entwickeln“.
Frühere KI-Jobkürzungspläne rückgängig gemacht
Die aktuellen Kürzungen folgen auf eine bedeutende Kehrtwende in der KI-Strategie der Bank. Letztes Jahr hatte die Commonwealth Bank einen Plan fallen gelassen, 45 kundenbezogene Service-Rollen durch KI zu ersetzen, nachdem sie einen KI-Chatbot namens „Bumblebee“ eingesetzt hatte. Die Gewerkschaft der Finanzbranche hatte die anfänglichen Behauptungen der Bank angefochten, dass die Anrufzahlen zurückgingen, wobei Gewerkschaftsmitglieder berichteten, dass die Anrufe tatsächlich zunahmen und die Überstunden ebenfalls anstiegen. Nach dem Druck durch die Gewerkschaft sagte die Bank diese Entlassungen ab und entschuldigte sich bei den betroffenen Mitarbeitern und räumte ein, es habe „nicht alle relevanten Geschäftsfaktoren angemessen berücksichtigt“.