Rodney Burton, in der Krypto-Community weithin bekannt als „Bitcoin Rodney“, hat sich in seiner Rolle im massiven HyperFund-Krypto-Betrugsfall schuldig bekannt. US-Behörden zufolge sammelte das Vorhaben nahezu 1,8 Milliarden US-Dollar von Anlegern weltweit ein und zählt damit zu den größten Krypto-Betrugsfällen der letzten Jahre.
Burton legte am 15. Juni in einem Bundesgericht seine Schuldigung ein. Er gestand eine Verschwörung zur Betreibung eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts ein, so das US-Justizministerium.
HyperFund versprach hohe Renditen
HyperFund, das auch unter Namen wie HyperVerse und HyperNation auftrat, zog Anleger an, indem es Mitgliedschaftspakete bewarb, die an Krypto-Investitionen gebunden waren. Die Plattform behauptete, Nutzer könnten täglich Renditen zwischen 0,5 % und 1 % erzielen.
Befürworter suggerierten außerdem, dass Anleger ihre Einzahlungen im Laufe der Zeit verdoppeln oder sogar verdreifachen könnten. Staatsanwälte sagen jedoch, dass diese Zusagen auf Behauptungen über groß angelegte Krypto-Mining-Operationen gestützt waren, die es nie gab.
Bundesermittler werfen dem Vorhaben vor, es habe zwischen 2020 und 2022 etwa 1,9 Milliarden US-Dollar von Anlegern eingesammelt.
Zu den zentralen Vorwürfen gehören:
- Versprochene tägliche Renditen, die ungewöhnlich hoch wirkten
- Behauptungen über Krypto-Mining-Operationen, die nicht real waren
- Starke Abhängigkeit von der Rekrutierung neuer Anleger
- Einschränkungen bei Auszahlungen ab Mitte 2021
Behörden verfolgen weiterhin Schlüsselpersonen
Gerichtsakten zeigen, dass Burton zuvor mit zusätzlichen Anklagen konfrontiert war, darunter Verschwörung wegen Drahtbetrugs, Drahtbetrug und Geldwäsche. Staatsanwälte behaupten, er habe eine bedeutende Rolle bei der Bewerbung von HyperFund gespielt und dabei geholfen, Anlegergelder über das Netzwerk zu bewegen.
Die Untersuchung hat bereits zu Schuldbekenntnissen anderer Personen geführt, die mit dem Betrieb in Verbindung standen. Die Promoterin Brenda Chunga hatte zuvor ihre Beteiligung eingeräumt, während der angebliche Mitgründer Sam Lee weiterhin sowohl strafrechtlichen als auch zivilrechtlichen Verfahren gegenübersteht.
Krypto-Betrug bleibt ein regulatorischer Fokus
Die US-Börsenaufsicht SEC hat HyperFund als groß angelegtes Krypto-Pyramidenschema beschrieben, das weltweit mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar aufgebracht hat.
Der Fall macht die anhaltenden Bemühungen von Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsstellen deutlich, gegen Krypto-Investitionsprogramme vorzugehen, die unrealistische Renditen versprechen. Während die Behörden weiterhin die verbleibenden Angeklagten verfolgen und sich um Rückgewinnungen bemühen, bleibt der HyperFund-Fall ein wichtiges Beispiel für die Risiken, die mit nicht regulierten Krypto-Investitionsmodellen verbunden sind.