
Der Forscher der Ethereum Foundation (EF), Dankrad Feist, schlug am 22. Mai auf X die Gründung einer neuen Organisation vor, die wirtschaftlich mit Ethereum ausgerichtet ist. Sie soll mindestens 1 Milliarde US-Dollar aufbringen, mit dem Ziel, den ETH-Preis nach oben zu treiben. Feist wies darauf hin, dass die EF derzeit weniger als 0,1 % der gesamten ETH-Menge hält und keine ETH-Staking- oder Einnahmeflüsse aus Netzgebühren in die Organisation fließen.
Vorgeschlagene neue Organisation: 1-Milliarde-Dollar-Hürde und Staking-Einnahmen-Design
In seinem Post sagte Feist: „Die Methode, Ethereum zu retten: Die Community muss eine Organisation schaffen, die wirtschaftlich zu Ethereum passt und ihm rechenschaftspflichtig ist.“ Zu den Anforderungen an die vorgeschlagene neue Organisation gehören: eine Mindestfinanzierungsgröße von 1 Milliarde US-Dollar, eine verantwortungsvolle Führung zur Steuerung sowie ein Teil der Mittel aus Staking-Einnahmen. Das Ziel des Vorstands wird ausdrücklich als die Verpflichtung definiert, sich darauf zu konzentrieren, den Preis von Ethereum zu steigern. Feist betonte zudem, dass die EF als gemeinnützige Organisation ETH im Wert von weniger als 0,1 % des Gesamtbestands hält und keine Staking-Einnahmen oder Zuweisungen aus Netzwerkgebühren an die Stiftung fließen. In seinen Augen führt diese Struktur dazu, dass die EF wirtschaftlich nicht mit dem Ethereum-Netzwerk ausgerichtet ist.
Personelle Fluktuation bei der Ethereum Foundation
Die personellen Fluktuationen innerhalb der EF beschäftigen die Community seit Jahren. Feist verließ letztes Jahr die EF, um zu Tempo zu wechseln; der frühere EF-Forscher Danny Ryan – der als möglicher Kandidat für die EF-Betriebsführung angesehen wurde – hat gemeinsam mit anderen Etherealize gegründet, ein Ethereum-Promotionsunternehmen mit Fokus auf institutionelles Marketing und Produkte; in dieser Woche reichten außerdem EF-Forscher Carl Beek und Julian Ma nacheinander ihre Kündigung ein. Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hatte Feist zuvor wie folgt bewertet: „Dankrad ist ein herausragender Forscher und hat einen äußerst wertvollen Beitrag zu dem Ethereum geleistet, das wir heute kennen und lieben.“
Technische Beiträge von Feist bei Ethereum
Zu den wichtigsten technischen Beiträgen von Feist während seiner Zeit bei der EF zählen: die Mitentwicklung des Danksharding-Fragmentierungsdesigns zur Verbesserung der Skalierbarkeit von Layer 2; seine Ernennung während der Umstrukturierung im EF-Leadership-Team zum strategischen Berater für den Bereich L1-Expansion und User Experience; sowie die Einbringung von EIP-9698, das darauf abzielt, den Gas-Limit von Ethereum um das 100-Fache zu erhöhen.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich die von Feist vorgeschlagene neue Organisation von der bestehenden Ethereum Foundation?
Die von Feist vorgeschlagene neue Organisation ist in ihrem Design wirtschaftlich auf Ethereum ausgerichtet; ein Teil der Mittel soll aus Staking-Einnahmen kommen, und das Ziel des Vorstands wird klar als die Steigerung des ETH-Preises definiert. Die bestehende EF ist eine gemeinnützige Organisation, hält weniger als 0,1 % der ETH und hat keine Staking- oder Gebühreneinnahmen. Feist ist der Ansicht, dass dies dazu führt, dass die EF finanziell nicht mit dem Ethereum-Netzwerk ausgerichtet ist.
Warum sind die unter 0,1 % liegenden ETH-Bestände der EF der Kernpunkt, den Feist als Problem anführt?
Feist ist der Meinung, dass der Anteil der EF an gehaltenem ETH zu niedrig ist und es keinen Zustrom von Staking-Einnahmen gibt. Das bedeute, dass die EF keine direkte finanzielle Motivation habe, die Marktperformance von ETH voranzutreiben. Diese Argumentation untermauert seinen Vorschlag, dass die neue Organisation Staking-Einnahmen als Finanzierungsquelle nutzen soll und einen Vorstand vorsieht, dessen Ziel es ist, den ETH-Preis zu steigern.
Wie sieht die aktuelle Situation der personellen Fluktuation bei der Ethereum Foundation aus?
In den letzten Jahren sind nach und nach mehrere bekannte Mitwirkende der EF gegangen: Feist wechselte letztes Jahr zu Tempo, Danny Ryan gründete gemeinsam Etherealize, und in dieser Woche reichten auch Carl Beek und Julian Ma ihre Kündigungen ein. Die EF hat bislang keine offizielle Stellungnahme zu den genannten personellen Veränderungen veröffentlicht; Vitalik Buterin äußerte Bedauern über den Abgang von Feist.