
Der Krypto-Datenanbieter Dune gab am 14. Mai über X durch den Mitgründer und CEO Fredrik Haga bekannt, dass das Unternehmen etwa 25% der Teammitglieder entlässt. Der Grund sei eine Umstrukturierung, um sich „noch stärker auf die Kern-Datenprodukte zu konzentrieren, von denen Tausende Krypto-Industriekunden leben“. Haga bestätigte zudem, dass das Unternehmen derzeit über ausreichendes Kapital verfügt und sich voll und ganz auf KI-Technologien sowie das wachsende institutionelle Interesse an Kryptowährungen konzentriert.
Hintergrund der Entlassungen und Umstrukturierungsrichtung: CEO bestätigt Kernaussagen
Hagas X-Post bestätigt, dass der Kern dieser Umstrukturierung darin besteht, den strategischen Schwerpunkt auf Kern-Datenprodukte zu verlagern, die Kunden im Kryptobereich bedienen. Gleichzeitig bestätigte er, dass Dune „erheblich“ in seine für Institutionen ausgerichteten Datenprodukte und Services investiert. Begründet wird dies damit, dass das Unternehmen davon ausgeht, dass sich „Geld, Aktien, Anleihen, Rohstoffe usw.“ zunehmend auf die Blockchain verlagern und die institutionelle Nachfrage entsprechend steigen werde.
Dunes KI-Strategie: MCP ermöglicht Agenten den Aufbau von Dashboards ohne SQL
In seiner Stellungnahme bestätigte Haga, dass das Model Context Protocol (MCP) von Dune es KI-Systemen ermöglicht, mit der Plattform zu interagieren. Dadurch könnten „Team und Agenten jetzt Dashboards und Arbeitsabläufe erstellen, ohne irgendetwas über Dateninfrastruktur oder SQL wissen zu müssen“. Diese Fähigkeit zielt darauf ab, die technische Hürde für On-Chain-Datenanalysen zu senken, sodass auch nicht-technische Nutzer die Datenanalysefähigkeiten von Dune nutzen können.
Kryptobranche 2026: Entlassungs-Überblick—bestätigte Unternehmensdaten
Laut öffentlich verfügbaren Berichten sind die Entlassungszahlen der wichtigsten Kryptounternehmen für 2026 wie folgt:
Block Inc.: Entlassungen im Februar 2026 von 4.000 Personen, etwa die Hälfte der Belegschaft
Coinbase: Entlassungen am 5. Mai 2026 von 700 Personen (ca. 14%), Begründung: KI-Nutzung nimmt zu
Gemini: Entlassungen zu Beginn 2026 von etwa 200 Personen, Begründung: KI-Verbreitung steigert die Effizienz
Crypto.com: Entlassungen zu Beginn 2026 von etwa 180 Personen, Begründung: KI-Verbreitung steigert die Effizienz
Dune: Entlassungen im Mai 2026 von etwa 25% (laut LinkedIn-Schätzung ca. 37–38 Personen)
DL News: Schließung im Mai 2026, teilweise aufgrund: KI-Aggregatoren führen zu geringerem Such-Exposure
Laut Layoffs.fyi-Daten gab es bis heute im Jahr 2026 bereits bei 137 US-amerikanischen Tech-Unternehmen Entlassungen im Umfang von nahezu 109.000 Arbeitsplätzen.
Häufige Fragen
Wie groß ist ungefähr die Belegschaft von Dune nach einer Entlassung von 25%?
Haga hat die genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter nicht offengelegt. Basierend auf der rund 150 Mitarbeitende umfassenden Größe, die auf der Dune-LinkedIn-Seite angezeigt wird, entspricht ein Entlassungsanteil von 25% etwa 37 bis 38 Personen. Haga bestätigte in seiner Stellungnahme, dass das Unternehmen „ausreichend finanziert“ sei; die Entlassungen seien eine Entscheidung im Rahmen der Geschäftsumschichtung und keine Folge einer Finanzkrise.
Wie verändert die MCP-Funktion von Dune konkret Nicht-Techniker?
Laut Haga ermöglicht das Model Context Protocol (MCP) von Dune KI-Agenten, direkt mit der Dune-Plattform zu interagieren. Dadurch müssen Nutzer keine Kenntnisse über SQL oder Dateninfrastruktur haben, um On-Chain-Daten-Dashboards und Arbeitsabläufe zu erstellen. Das Ziel ist, die technische Hürde für die Nutzung der Datenanalysefähigkeiten von Dune deutlich zu senken.
Warum führen Entlassungen in der Kryptobranche 2026 so häufig KI als Grund an?
Laut öffentlich verfügbaren Berichten unterscheidet sich die Logik, mit der KI in Entlassungsfällen genannt wird: Coinbase und Gemini sagen, dass KI-Tools die Effizienz steigern und die Abhängigkeit von Personal verringern; Dune erklärt, man richte sich auf eine KI-getriebene Produktlinie aus und müsse dafür die Geschäftsstruktur umorganisieren; DL News führt an, dass KI-Aggregatoren den Suchverkehr beeinträchtigen und dadurch das Geschäftsmodell nicht aufrechterhalten werden kann.