Vom 3. Juni 2026, 21:30 bis 21:45 UTC, verzeichnete ETH innerhalb von 15 Minuten einen kurzfristigen Anstieg von +1,51%. Der Kurs schoss schnell in die Spanne von 1.800,57 bis 1.839,91 USDT, wobei die Volatilität bei 2,18% lag. Vor dem Hintergrund einer angespannten Gesamtmarktlage und dass ETH seit seinem Jahreshoch um über 60% zurückgegangen ist, handelt es sich bei dieser Auffälligkeit um eine typische technische Erholungsbewegung; die Aufmerksamkeit des Marktes hat deutlich zugenommen.
Der Haupttreiber dieser Bewegung ist die technische Überverkauft-Korrektur. Der RSI liegt im Bereich von 25 bis 31 und nähert sich dem Bereich extremer Überverkauftheit. Nachdem der Kurs die 0,786er Fibonacci-Retracement-Marke ($1.899,8) unterschritten hatte, wurde eine kurzfristige Rückkauflücke für die Erholung ausgelöst; kurzfristig besteht ein Rückkehr-zu-Mittelwert-Impuls.
Zusätzlich zeigen On-Chain-Daten, dass „Wale“ weiterhin akkumulieren und damit eine wichtige Unterstützung bilden. Wale kontrollieren 57% des gesamten ETH-Angebots, ein neuer Höchststand seit 2015. Gleichzeitig ist die bei Börsen gehaltene ETH-Menge auf etwa 15,2 Millionen Einheiten gefallen – ein Neunjahrestief. Damit warten große Inhaber offenbar auf steigende Kurse, statt zu verkaufen. Zudem liefern die Erwartungen an das Ethereum-Fusaka-Upgrade (geplant für Dezember) und das Glamsterdam-Upgrade mittelfristig bis langfristig narrative Unterstützung. Noch bevor am selben Tag makroökonomische Daten wie der ADP-Arbeitsmarktbericht und der ISM Services PMI veröffentlicht werden, könnten einige Trader im Voraus Positionen aufbauen.
Zu den Risikohinweisen: Im Mai verzeichnete der ETH-ETF Nettoabflüsse von rund 402 Millionen US-Dollar. Anhaltend schwache institutionelle Nachfrage stellt damit einen mittelfristigen Belastungsfaktor dar. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank (Fed) den Leitzins im Juni beibehält, liegt bei 98,6%; ein Umfeld mit hohen Zinsen übt Druck auf Risk Assets aus. Geopolitische Risiken bestehen weiterhin, während der Ölpreis auf einem hohen Niveau bleibt. Im weiteren Verlauf sollten insbesondere Nichtfarm-Payroll-Daten, Veränderungen der ETF-Geldflüsse und der Fortschritt des Fusaka-Upgrades im Fokus stehen; kurzfristige Schwankungsrisiken bleiben bestehen, und es wird empfohlen, auf das Halten bzw. Verlieren der wichtigen Unterstützungsmarke bei $1.899,8 zu achten.