2026年5月28日03:15 bis 03:30 (UTC) verzeichnete ETH innerhalb von 15 Minuten einen starken Rückgang von 1,24%, der Preis fiel von 2014,67 USDT auf 1971,25 USDT, bei einer Spanne von 2,16%. Die Auffälligkeit trat in einem Umfeld ein, in dem riskante Assets unter Druck standen, nachdem es zu einer deutlichen Rücknahme im US-Aktienmarkt kam. Die kurzfristige Kursentwicklung von ETH war dabei klar schwach, und die Marktteilnehmer zeigten eine ausgeprägte Abwartestimmung.
Der wesentliche Treiber dieser Bewegung war ein anhaltender Nettoabfluss von ETF-Mitteln. Laut Daten kam es bei Ethereum-ETFs in den vergangenen 7 Tagen zu einem kumulierten Nettoabfluss von 105.862 ETH (ca. 225 Millionen US-Dollar). Davon entfiel ein einwöchiger Nettoabfluss von 89.376 ETH auf BlackRocks ETHA. Das fortgesetzte Zurückziehen institutioneller Mittel erhöhte den Verkaufsdruck im Markt direkt und wurde zum Kernfaktor für den Preisrückgang.
Zweitens zeigten Waladressen eine deutliche Spaltung: Einige entschieden sich zum Abbau von Beständen, was die kurzfristige Verkaufswelle verstärkte. Der Bericht nennt, dass eine schlafende Waladresse nach 9 Jahren, 0xbb5Ab, 50.000 ETH (ca. 145 Millionen US-Dollar) auf eine führende Handelsplattform eingezahlt hat; zudem verkaufte ein weiterer Wal am 24. Mai 35.000 ETH und erzielte dabei 72,30 Millionen US-Dollar. Auch auf technischer Ebene zeigte sich Schwäche: Ein MACD-Totkreuz löste automatisierte Verkaufsorders aus, während eine bärische EMA-Anordnung die bärischen Erwartungen weiter verstärkte. Gleichzeitig fielen auch die US-Aktienmärkte: Der S&P 500 gab 3% nach, der Nasdaq 100 verlor 3,4%. Die Abkühlung der makroökonomischen Risikoappetit-Lage verstärkte diesen Gleichlauf.
Aktuell gilt es, zu beobachten, ob sich die ETF-Geldflüsse stabilisieren können, sowie wie sich ETH in der Nähe der wichtigen Unterstützungszone um 1970 US-Dollar verhält. Sollte diese Zone nachgeben, könnte es zu einem größeren Umfang an Verkäufen kommen. Fundamentaldaten der Kette deuten jedoch weiterhin auf Robustheit hin: Die Zahl aktiver Adressen erreichte mit 718.000 einen historischen Höchststand, die Börsenreserven gehen weiter zurück, und einige Wale könnten bei Rücksetzern zukaufen bzw. kurzfristig lokalen Halt bieten.