Das FBI führt großangelegte grenzüberschreitende Razzien gegen „Schweinepfoten“-Betrugsmaschen an: In Dubai wurden 275 Personen festgenommen, vier wurden in den USA angeklagt

Der US-FBI und das Justizministerium arbeiten mit dem Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) sowie der Polizeibehörde von Dubai zusammen und haben ein Netzwerk einer grenzüberschreitenden Krypto-“Pig-Butchering”-Betrugsmasche (umgangssprachlich „Schweinemast“) zerschlagen. FOX 9 berichtet, dass die Polizei von Dubai bei einer einzigen Aktion 275 Menschen festgenommen hat, während in Thailand zusätzlich 1 Verdächtiger festgenommen wurde. Zeitgleich reichte das US-Bundesgericht für den südlichen Bezirk von Kalifornien Anklage gegen 4 an dem Fall beteiligte Verdächtige wegen Betrugs per Überweisung und Geldwäsche ein.

Drei Großgruppen: Ko Thet Company, Sanduo Group, Giant Company

Der Kern der in dieser Aktion ins Visier genommenen kriminellen Struktur sind drei identifizierte Betrugsgruppen: Ko Thet Company, Sanduo Group, Giant Company. Der Betriebsmodus dieser Gruppen ist typisch für „Pig Butchering“: Über Social-Media-Plattformen oder Dating-Apps bauen sie mit den Opfern scheinbar echte, langfristige Beziehungen auf (umgangssprachlich „aufziehen“), um Vertrauen zu gewinnen. Danach verleiten sie das Gegenüber dazu, Gelder auf eine vorgetäuschte, von den Betrügern kontrollierte Investmentplattform zu überweisen (umgangssprachlich „töten“).

Konkret werden die Opfer dazu gebracht, Fiatwährungen in Kryptowährungen umzutauschen und diese dann in diese Fake-Plattformen zu transferieren. Auf der Plattformoberfläche werden gefälschte Gewinnzahlen angezeigt, um die Opfer zum kontinuierlichen Nachschießen zu verleiten, und sogar dazu, dass die Opfer Kredite aufnehmen, um den Einsatz zu vergrößern. Sobald die Opfer versuchen, Gelder auszahlen zu lassen, blockiert die Plattform dies aus verschiedensten Gründen (Gebühren, Steuern, Limits) – bis die Opfer erkennen, dass die Gelder nicht mehr zurückzuholen sind.

Die 4 Personen, die in den USA (südlicher Bezirk von Kalifornien) angeklagt wurden, sind: Thet Min Nyi (27 Jahre, Staatsangehörigkeit Myanmar), Wiliang Awang (23 Jahre, Staatsangehörigkeit Indonesien), Andreas Chandra (29 Jahre, Staatsangehörigkeit Indonesien) sowie Lisa Mariam (29 Jahre, Staatsangehörigkeit Indonesien). Weitere 2 Personen befinden sich auf der Flucht. Zu den Vorwürfen gehören Verschwörung zum Betrug per Überweisung (wire fraud conspiracy) und Geldwäsche.

Modell der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: FBI + Dubai Police + DOJ + mehrere Länder

Die Durchführungsstruktur dieser Aktion ist eine mehrseitige Zusammenarbeit. Die Polizei von Dubai führte die Festnahmen im Inland unter Federführung des Innenministeriums der UAE durch (bei einer einzigen Aktion 275 Personen). Die thailändischen Behörden nahmen unabhängig davon 1 Person fest, während das US-DOJ und das FBI auf prozessualer Ebene die strafrechtliche Verfolgung auf den Weg brachten. Die Opfer sind überwiegend im US-Bundesgebiet ansässig, daher liegt die Zuständigkeit beim US-Bundesgericht für den südlichen Bezirk von Kalifornien. China, Myanmar und Indonesien sind Herkunftsländer der Verdächtigen, doch in dieser Meldung wurde nicht bekanntgegeben, ob es in diesen Ländern zeitgleich Festnahmeaktionen gegeben hat.

Der stellvertretende US-Justizminister A. Tysen Duva erklärte in einer Mitteilung: „Wer Betrüger dabei unterstützt, aus dem Ausland gezielt US-Bürger ins Visier zu nehmen, egal wo auf der Welt sie sich befinden, kann nicht ungestraft davonkommen.“ Der stellvertretende US-Bundesstaatsanwalt Adam Gordon ergänzte: „Diese Betrüger glaubten, dass sie sicher sind, weil sie auf der anderen Seite der Erde versteckt sind. Aber ihre Welt hat sich verändert.“

Operation Level Up: 562 Millionen US-Dollar Schadensvermeidung

Diese grenzüberschreitende Aktion ist ein Knotenpunkt in der FBI-Arbeit zur „Counter-Sue“-Reaktion gegen Pig-Butchering-Masche. Stand April 2026 schätzt das durch das FBI vorangetriebene Programm „Operation Level Up“ (Upgrade-Aktion) insgesamt, dass es etwa 562 Millionen US-Dollar potenzielle Verluste von Opfern verhindert hat – diese Zahl basiert auf der Summe von Fällen, in denen das FBI eingriff und die Überweisungen stoppte, bevor die Opfer große Geldbeträge transferieren konnten.

Für die Kryptoindustrie ist das Signal dieser Aktion: Die internationale Strafverfolgungs-Zusammenarbeit hat sich bei Betrugsstrukturen wie „Netzwerk-Vordergrund + physischer Hinterbereich“ (Cyber-Frontend plus Real-Backend) zunehmend in Arbeitsabläufe übersetzt. Dubai, das bislang als vergleichsweise sicheres Rückzugsgebiet für Betrugsgruppen galt, deutet die große Zahl an Festnahmen darauf hin, dass sich diese Rolle möglicherweise verändert. Zu den Beobachtungspunkten für die Zukunft zählen unter anderem: ob das Tracking der digitalen Vermögenswerte der betroffenen Gruppen die Platzierung des „Upstream“-Geldflusses weiter präzisieren kann, die Ergebnisse der Anklagen und Verurteilungen sowie die Frage, ob die Opfer tatsächlich Gelder zurückerhalten können.

Dieser Artikel FBI führt internationale Großdurchsuchung gegen Pig-Butchering-Maschen an: Dubai nimmt 275 fest, 4 werden in den USA angeklagt erschien zuerst auf 鏈新聞 ABMedia.

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