Fed-Gouverneur Barr warnt: Deregulierung könnte die Kapitalpuffer der Banken um 60 Milliarden US-Dollar senken

Der Gouverneur der Federal Reserve, Michael Barr, warnte diese Woche, dass eine aggressive Deregulierung im Bankwesen in den vergangenen 12 Monaten die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems insgesamt schwächt. In Ausführungen an der American University in Washington sagte Barr, dass regulatorische Änderungen – darunter weniger strenge Stresstests, abgeschwächte Anforderungen an die Leverage Ratio und niedrigere GSIB-Umlagen – das erforderliche Kapital für die acht größten US-Banken um rund 6 % senken, was ungefähr 60 Milliarden US-Dollar an verringerten Kapitalpuffern entspricht.

Barr hob die zunehmende Verflechtung zwischen Banken und Nichtbank-Finanzfirmen als verstärkendes Risiko hervor. Laut Barr überstiegen die Kreditverpflichtungen der Banken gegenüber Nichtbanken im zweiten Halbjahr 2025 2,6 Billionen US-Dollar; dies spiegele die schnelle Expansion von Private Credit und Shadow Banking wider. Er argumentierte, dass schwächere Sicherungen bei Banken, während gleichzeitig der Leverage von Nichtbanken wächst, systemischen Stress eher ausbreiten könnte, statt die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. „Die Reduzierung der Finanzregulierung bedeutet im Grunde, die Versicherung gegen Risiken zu reduzieren“, sagte Barr.

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