Die Federal Reserve veröffentlichte am 20. Mai, US-Östliche-Zeit, die Protokolle ihrer geldpolitischen Sitzung im April und zeigte dabei erhebliche interne Spannungen über den weiteren Kurs auf, während die Inflationsdrucke fortbestehen. Das Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte dafür, die Federal-Funds-Rate bei 3,50% bis 3,75% zu belassen, unverändert gegenüber dem vorherigen Stand. Die Entscheidung war jedoch von vier Gegenstimmen begleitet – ein seltenes Ereignis, das auf tiefgreifende Uneinigkeit innerhalb der Führung der Notenbank hindeutet. Diese Sitzung war die letzte geldpolitische Zusammenkunft unter dem Vorsitz von Jerome Powell als Vorsitzendem der Federal Reserve.
Neubewertung des Inflations-Zeitplans
Die Mehrheit der an der April-Sitzung beteiligten Amtsträger ist der Ansicht, dass die Inflation länger brauchen wird, um zur Zielmarke von 2% der Federal Reserve zurückzukehren, als zuvor erwartet. Diese Neubewertung spiegelt anhaltende Schwierigkeiten wider, die Preisbelastungen trotz früherer Zinsschritte unter Kontrolle zu bringen.
Faktoren, die eine anhaltende Inflation antreiben
Laut den Protokollen breiten sich die allgemeinen Preisauftriebskräfte weiter aus – aufgrund mehrerer Faktoren. Hohe Energiepreise, die durch geopolitische Konflikte getrieben werden, kombiniert mit den fortdauernden Auswirkungen der Zollpolitik, tragen dazu bei, dass die Inflation in der gesamten Wirtschaft anhaltend bleibt.