Laut einem Bericht von CoinDesk vom 23.4. verkaufte der Insolvenzverwalter von FTX im Jahr 2023 für 200.000 US-Dollar etwa 5% der Anysphere-Beteiligung, die Alameda Research hielt, also das Entwicklerunternehmen des KI-Codeeditors Cursor. Wenn man die Bewertung von 60 Milliarden US-Dollar zugrunde legt, die SpaceX in jüngsten Gesprächen sondiert hat, wäre diese Beteiligung heute etwa 3 Milliarden US-Dollar wert – das entspricht dem 15.000-Fachen des Liquidationspreises aus jener Zeit.
Alameda erwarb 2022 für 200.000 US-Dollar 5% Beteiligung
CoinDesk zufolge nahm Alameda Research im April 2022 an einer pre-seed-Runde von Anysphere im Umfang von 400.000 US-Dollar teil, in die es 200.000 US-Dollar einbrachte und dafür rund 5% der Anteile erhielt. Anysphere entwickelte anschließend Cursor, einen KI-gestützten Codeeditor, der zwischen 2024 und 2025 zu einem der führenden Produkte auf dem Markt für KI-Codeeditoren wurde.
2023 bei der Insolvenzliquidation zum ursprünglichen Investitionsbetrag verkauft
FTX hatte im November 2022 Insolvenz angemeldet, und das neue Managementteam startete 2023 die Phase der Verwertung von Vermögenswerten. Laut CoinDesk wurde diese Cursor-Beteiligung im selben Jahr für 200.000 US-Dollar verkauft; CoinDesk legte die Identität des Käufers nicht offen. Der Verkaufspreis entsprach exakt dem ursprünglichen Investment von Alameda und bedeutete buchhalterisch keine realisierte Kapitalveräußerungsgewinne.
Ähnliche Vorwürfe eines „Schnellverkaufs“ sind im FTX-Insolvenzverfahren nicht selten; in der Vergangenheit hatte es ebenfalls Fälle gegeben, in denen durch das Freigeben von SOL und anderen Altcoin-Vermögenswerten Altcoins in den Jahren 2023 bis 2025 deutlich hinter Bitcoin zurückfielen.
SpaceX-Übernahmeangebot über 60 Milliarden US-Dollar: aufgedeckte Preis-Lücke
CoinDesk berichtet, dass SpaceX derzeit mit Anysphere über zwei Kooperationsmodelle verhandelt: erstens eine vollständige Übernahme zu einer Bewertung von rund 60 Milliarden US-Dollar und zweitens die Gründung einer Partnerschaft zu einer Bewertung von 10 Milliarden US-Dollar. Wenn man eine Bewertung von 60 Milliarden US-Dollar zugrunde legt, entspricht die 5%-Beteiligung, die FTX damals verkauft hat, heute etwa 3 Milliarden US-Dollar; im Vergleich zum Verkaufspreis beträgt die Lücke das 15.000-Fache.
Zuvor hatte Cursor außerdem im April 2026 über eine Kapitalaufnahme von 2 Milliarden US-Dollar verhandelt, wobei die Bewertung auf 50 Milliarden US-Dollar anstieg – was zeigt, dass es innerhalb von drei Jahren bereits mehrere Bewertungs-Sprünge gegeben hat.
SBF ordnet diesen Fall in die Liquidationskritik ein
Sam Bankman-Fried verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe des Bundes. Im vergangenen Jahr meldete er sich fortlaufend aus dem Gefängnis zu Wort und argumentierte, dass die Insolvenzverwalter von FTX zu früh Vermögenswerte verkauft hätten und damit den Rückgewinnungswert zerstört hätten, der eigentlich den Gläubigern zugestanden hätte. In diesem Jahr hat er im Februar eine Rechnung aufgestellt: Wenn der Insolvenzverwalter die Position bis 2024 bis 2025 behalten hätte, könnte der Nettoinventarwert von FTX theoretisch 78 Milliarden US-Dollar erreichen.
Das Beispiel bei Cursor dient ihm als konkreter Beleg: Würde der Insolvenzverwalter die 5%-Beteiligung behalten, könnte sie heute den Gläubigern zusätzlich 3 Milliarden US-Dollar an aktuellem Gegenwartswert zurückbringen. Allerdings besteht rechtlich die Pflicht, Vermögenswerte zu einem angemessenen Zeitpunkt zu realisieren (zu veräußern), und das oberste Ziel besteht nicht allein darin, den höchsten Preis zu erzielen.
Schlussfolgerung: das zeitliche Risiko bei Insolvenz-Schätz- und Verkaufswerten
Für Krypto-Unternehmen, die in frühe KI-Startups investieren, zeigt der FTX-Fall das Fehlanpassungsrisiko zwischen der Insolvenz-Schätz- und Verkaufsabwicklung und den Bewertungskurven der Tech-Branche. Wenn KI-Bewertungen zwischen 2024 und 2026 in Stufen deutlich nach oben springen, werden durch die Insolvenz geschätzte Vermögenswerte, die weiterhin nach Marktpreisen von 2023 bewertet werden, zu einem strukturellen Leckpunkt für Wert. Für Cursor führt die nun bekannt gewordene Entwicklung dazu, dass die Aktionärsstruktur und die Finanzierungshistorie aus der Frühphase erneut zum Fokus der Beobachtung in der KI-Branche werden.
Dieser Artikel: FTX veräußerte Cursor 5% für 200.000 US-Dollar – unter SpaceX-Bewertung bereits 3 Milliarden US-Dollar wert Erstmals erschienen bei 鏈新聞 ABMedia.