Goldman Sachs warnt: Der Aktienmarkt droht einen „Aufwärts-Crash“ – der Tech-Boom ist noch nicht vorbei

ChainNewsAbmedia
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In den USA setzt sich der anhaltende Aufwärtstrend an den Aktienmärkten fort. Goldman Sachs beobachtet eine Volatilitäts-Dynamik, die historisch nur viermal aufgetreten ist, und warnt vor einem „Up Crash“ (nach oben ausbrechender Crash) am Aktienmarkt. Laut der Datenanalyse von Goldman Sachs zeigt der Markt nach dem Auftreten dieses Phänomens im darauffolgenden Monat normalerweise eine steigende Tendenz.

Aktienmarkt legt weiter Rekord für Rekord hin, implizite Volatilität sinkt jedoch nicht

Obwohl der S&P-500-Index seit Mitte April um bis zu 7% gestiegen ist und der Index wiederholt neue Höchststände markiert, ist die implizite Volatilität (Implied Volatility) nicht entsprechend gefallen, obwohl die Kurse steigen. Der VIX-Index bleibt relativ stabil, seit er unter 18 gefallen ist. Dieses Phänomen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Marktteilnehmer bei stark nachgefragten, trendstarken Einzelaktien verstärkt Call-Optionen handeln. Gleichzeitig bewerten einige Trader die aktuelle Volatilität des Gesamtmarkts als niedriger im Vergleich zur impliziten Volatilität beliebter Branchen wie Tech und Halbleiter und führen daraus abgeleitet umfassende Markt-Absicherungsmaßnahmen durch. Diese Kombination aus Kaufimpuls und Nachfrage nach Hedging-Positionen liefert der Volatilität eine Unterstützung nach unten.

Index und Call-Optionen korrelieren positiv: Zehn Jahre seltene Aufzeichnung, Aktienmarkt wird nach oben ausbrechen

Laut der Datenanalyse von Goldman Sachs hat sich im aktuellen Markt-Setup eine äußerst seltene Dynamik herausgebildet: Die Korrelation zwischen dem Nasdaq-100-Index und dem Preis von einmonatigen Call-Optionen ist derzeit positiv. Dieses Muster trat in den vergangenen zehn Jahren nur zum vierten Mal auf. Aktuell liegt der Wert der Korrelation bei etwa 0,4 – dem höchsten Stand seit Januar 2017. In seinem Bericht bezeichnete der Analyst Brian Garrett dieses Phänomen als „Up Crash“ und erklärte, dass zwar einige Marktteilnehmer dies als Signal dafür sehen, dass Long-Positionen bald geschlossen werden könnten, die vorliegenden Datenstrukturen jedoch diese „Exit“-These derzeit nicht stützen.

Historische Renditedaten und das Risiko einer möglichen Volatilitäts-Umkehr

Mit Blick auf die vergangenen drei Phasen, in denen diese positive Korrelation auftrat, lag die durchschnittliche Rendite des Aktienmarkts im darauffolgenden Monat bei 2,7% – höher als der einmonatige historische Durchschnitt von 1,5% innerhalb des Untersuchungszeitraums. Betrachtet man ein ähnliches Szenario aus dem Jahr 2017, so hatte der VIX-Index damals mit 8,56 den historischen Tiefpunkt erreicht. Der S&P-500-Index sowie der Nasdaq-Index verzeichneten jeweils 20% bzw. nahezu 32% jährliche Kursgewinne. Historische Daten weisen jedoch auch auf potenzielle Risiken hin: Nach dem extrem niedrigen Volatilitätsumfeld im Jahr 2017 kam es in der ersten Jahreshälfte 2018 zu einem Ausbruch der Volatilität. Dabei stieg der VIX-Index auf 50, wodurch bestimmte Finanzprodukte, die auf das Verkaufen von Volatilität setzen, in Liquidationsdruck gerieten. Das zeigt: Auch bei der Bewertung von Aufwärtspotenzial muss man die Möglichkeit einer Volatilitäts-Umkehr in der Zukunft im Blick behalten.

Dieser Artikel „Goldman Sachs warnt vor einem „Up Crash“, Tech-Aktien-Rally ist noch nicht vorbei“ erschien erstmals bei der Ketten-News ABMedia.

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