Die Sanierungsabteilung 4 des Seoul Rehabilitation Court (Vorsitzender Richter Jeong Jun-young) hat am 3. das Sanierungsverfahren von Homeplus aufgehoben, da es nicht gelungen war, die für die Umsetzung des Sanierungsplans erforderlichen Mindestbetriebsmittel in Höhe von 2 Billionen Won zu sichern. Die Entscheidung lässt Insolvenzsorgen für den Einzelhändler aufkommen, der rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gewerkschaft forderte staatliche Notmaßnahmen einschließlich der Zuführung öffentlicher Mittel und drängte auf Sanierungsmaßnahmen.
Gericht nennt Finanzierungsprobleme und Umsatzrückgang
Das Gericht erklärte, dass zwar der Verkauf der Geschäftssparte Homeplus Express abgeschlossen wurde, jedoch keine M&A für die übrigen Geschäftsbereiche zustande kam. Während des fortgesetzten Geschäftsbetriebs sanken die Umsätze, während die öffentlich-rechtlichen Forderungen – darunter Löhne, Schulden aus Produktzahlungen und Steuern – stark anstiegen. Das Gericht stellte fest, dass Mindestbetriebsmittel in Höhe von rund 2 Billionen Won erforderlich sind, um das Unternehmen zu führen und den Sanierungsplan umzusetzen, diese Mittel aber bislang nicht gesichert werden konnten. Das Gericht gelangte zu dem Schluss, dass der Sanierungsplan einschließlich der Änderungen nicht umsetzbar sei, und hob das Sanierungsverfahren auf, ohne es der Gläubigerversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
Einspruchsfrist von 14 Tagen bleibt offen
Die Wahrscheinlichkeit einer Liquidation von Homeplus ist mit der Aufhebung des Sanierungsverfahrens gestiegen, doch die Möglichkeit einer Wiederbelebung ist nicht völlig verschwunden. Homeplus kann gegen den Aufhebungsbeschluss innerhalb von 14 Tagen sofortige Beschwerde einlegen. Wenn innerhalb dieser Frist Betriebsmittel gesichert und die Umsetzbarkeit des Sanierungsplans nachgewiesen werden, kann das Gericht seine eigene Aufhebungsentscheidung im Wege eines Wiederaufnahmeverfahrens aufheben. Das Gericht erläuterte, dass das Seoul Rehabilitation Court im Wiederaufnahmeverfahren die Aufhebungsentscheidung selbst aufheben und einen Termin für die Gläubigerversammlung zur Beratung und Beschlussfassung über den Sanierungsplan festsetzen kann.
Gewerkschaft fordert öffentliche Mittel und Rechenschaft von MBK
Die Gewerkschaft der Warenhausbranche gab unmittelbar nach der Gerichtsentscheidung eine Erklärung ab und forderte, dass alle möglichen Notmaßnahmen einschließlich der Zuführung öffentlicher Mittel innerhalb von 14 Tagen umgesetzt werden, um Sanierungsmaßnahmen für Homeplus vorzubereiten. Die Gewerkschaft forderte zudem eine gründliche Untersuchung und Feststellung der Verantwortlichkeit des Mehrheitsaktionärs MBK Partners sowie die Vorbereitung von Maßnahmen zur Vermeidung eines erneuten Auftretens. In Finanzkreisen wird erwartet, dass sich der Streit um die Verantwortlichkeit im Zusammenhang mit der Homeplus-Situation verschärfen wird, da die Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service) offenbar an ihrem ursprünglichen Vorschlag für strenge Disziplinarmaßnahmen – einschließlich Suspendierung – gegen MBK Partners festhält.
FAQ
Was hat das Seoul Rehabilitation Court am 3. über Homeplus entschieden?
Die Sanierungsabteilung 4 des Seoul Rehabilitation Court hat am 3. das Sanierungsverfahren von Homeplus aufgehoben, weil es dem Unternehmen nicht gelungen war, die für die Umsetzung des Sanierungsplans erforderlichen Mindestbetriebsmittel in Höhe von 2 Billionen Won zu sichern.
Wie viele Tage hat Homeplus Zeit, um gegen den Aufhebungsbeschluss Einspruch einzulegen?
Homeplus kann innerhalb von 14 Tagen sofortige Beschwerde gegen die Aufhebung des Sanierungsverfahrens einlegen. Wenn innerhalb dieser Frist Betriebsmittel gesichert und die Umsetzbarkeit des Sanierungsplans nachgewiesen werden, kann das Gericht seine eigene Aufhebungsentscheidung im Wege eines Wiederaufnahmeverfahrens aufheben.