Die Geschäftsführerin und CEO von Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (00388), Chen Yiting, sagte auf dem HSBC Global Investment Summit 2026, dass eine Verlängerung der Börsenhandelszeiten für Hongkonger Aktien in den US-Tag hinein die lokalen Privatanleger eher benachteiligen könnte. Sie wies außerdem darauf hin, dass von den rund 120 Unternehmen, die im vergangenen Jahr an der SEHK gelistet wurden, fast die Hälfte der Unternehmen mehr als 50 % ihrer Einnahmen aus Regionen außerhalb Chinas erzielt.
Eine Verlängerung der Handelszeit für Hongkonger Aktien ist dagegen eher nachteilig für Hongkonger Privatanleger
Die Hong Kong Exchanges and Clearing Company nimmt bei der Frage, ob die Handelszeiten verlängert werden sollen, eine vorsichtige Haltung ein. Chen Yiting, CEO von Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (00388), sagte, obwohl sich die globalen Handelsmärkte in Richtung längerer Zeitfenster und sogar hin zu nahezu 24/7-Handel entwickeln, müsse die Frage, ob der Hongkonger Aktienmarkt nachziehen sollte, dennoch aus Sicht von Struktur und Fairness sorgfältig abgewogen werden.
Sie sagte, wenn die Handelszeit für Hongkonger Aktien so verlängert würde, dass sie den US-Tag abdeckt, könnte dies lokale Privatanleger in eine ungünstige Position bringen. „Wenn US-Investoren aktiv mit Hongkonger Aktien handeln, ruhen möglicherweise die Hongkonger Investoren, und nachdem sie aufgewacht sind, haben sich die Marktbedingungen bereits deutlich verändert“, sagte sie, was die Fairness bei der Beteiligung am Markt herausfordern könnte.
Chen Yiting zog außerdem zum Vergleich die Einzelhandelsbranche heran und führte aus, dass die Attraktivität eines Marktes nie davon abhängt, wie lange die Ladenöffnungszeiten sind, sondern davon, ob es hochwertige Basiswerte und Investitionsmöglichkeiten gibt. „Investoren wählen einen Markt, weil dort die Vermögenswerte vorhanden sind, die sie haben möchten, und nicht, weil der Markt 24 Stunden lang geöffnet ist.“ Sie brachte zudem vor, dass bei einem 24/7-Betrieb des Marktes die Informationsoffenlegung börsennotierter Unternehmen und der regulatorische Takt in der Praxis vor Herausforderungen gestellt würden, darunter, ob Unternehmen jederzeit bedeutende Informationen veröffentlichen müssten, und wie man potenzielle Risiken für Marktmanipulation verhindern kann.
Sie betonte, dass die langfristige Kernwettbewerbsfähigkeit des Hongkonger Aktienmarktes in einem strengen System der Informationsoffenlegung und hoher Marktintegrität liege. „Marktintegrität und Sauberkeit sind eine der wichtigsten Grundlagen für den Finanzmarkt“, und bei der Prüfung jeglicher Anpassungen von Regeln sollten diese Grundsätze nicht abgeschwächt werden.
Mehr als zehn international bekannte Unternehmen drängen an die Börse in Hongkong
Auf der anderen Seite ist Chen Yiting der Ansicht, dass die Allokation internationaler Investoren in China- und Asienmärkte weiterhin deutlich zu gering ist, sich diese Situation aber allmählich verbessert. Sie führte Daten an: Von den rund 120 Unternehmen, die im vergangenen Jahr an der SEHK gelistet wurden, stammte bei fast der Hälfte der Unternehmen mehr als 50 % der Einnahmen aus Regionen außerhalb Chinas. Dies lässt sich als kapitalstarke chinesische multinationale Unternehmen mit internationaler Geschäftsaufstellung interpretieren und zeigt, dass sich die Struktur der an der SEHK gelisteten Unternehmen in Richtung größerer Vielfalt entwickelt.
Gleichzeitig drängen Unternehmen aus Thailand, Singapur und Dubai ebenfalls aktiv an den Markt in Hongkong und haben dort Geschäftsaufstellungen auch in Afrika und Lateinamerika. In diesem Jahr haben außerdem bereits mehr als 10 international bekannte Unternehmen die Aufnahme an die Börse beantragt und warten auf die Zulassung; dies zeigt, dass die Angebotsseite weiterhin starke Dynamik beibehält.
In Bezug auf die Kapitalseite sagte sie, dass auch bei der Struktur der IPO-Grundinvestoren ein deutlich internationaler Trend erkennbar sei; die Kapitalquellen umfassen Nordamerika, Europa, den Nahen Osten sowie weitere Regionen in Asien. Globales Kapital habe inzwischen zunehmend erkannt, dass die Allokation in China- und Asienmärkte unzureichend ist, und beschleunige die Rückabdeckung; sie ist der Ansicht, dass dies zu einer wichtigen Antriebskraft für die langfristige Entwicklung des Hongkonger Aktienmarktes werden wird.
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