Indonesiens Kommunikationsministerium blockiert Polymarket und stuft es als „Online-Glücksspiel“ ein

印尼封鎖Polymarket

Das indonesische Ministerium für Kommunikation und digitale Angelegenheiten hat am 24. Mai Polymarket offiziell blockiert. Der Leiter der Behörde für die Kontrolle des digitalen Raums, Alexander Sabar, erklärte, dass die Aktivitäten auf Polymarket Wetten und Spekulation auf ungewisse Ereignisse umfassten und gegen indonesische Gesetze verstießen. Das Geschäftsmodell sei im Kern Online-Spekulation und kein Vorhersagemarkt. Die Regierung verfolge zudem die Social-Media-Konten von Polymarket, um eine umfassende Zugriffskontrolle sicherzustellen.

Rechtsauffassung Indonesiens und Vollzugsmaßnahmen

Alexander Sabar bestätigte auf einer Pressekonferenz in Jakarta die rechtliche Einordnung von Polymarket wie folgt: Polymarket nutze zwar die Blockchain-Technologie und Krypto-Assets, die eigentliche Funktionsweise bestehe jedoch darin, Wetten in Form von Geld auf die Ergebnisse ungewisser Ereignisse abzuschließen. Damit habe es nichts mit der technischen Definition eines Vorhersagemarkts zu tun und falle nach dem geltenden Rechtsrahmen in Indonesien weiterhin unter Online-Spekulation. „Die Regierung erlaubt keinerlei Form von Netz-Spekulation im Gebiet Indonesiens.“ Sabar erklärte.

Neben der Sperrung der Website umfassen die Vollzugsmaßnahmen auch: das Verfolgen der mit Polymarket verbundenen Social-Media-Konten, um eine vollständige Blockierung über mehrere Zugriffswege hinweg umzusetzen; die Zusage, gegen andere Vorhersagemarkt-Plattformen mit ähnlichen Leistungen die gleichen Maßnahmen zu ergreifen; sowie die Aufforderung des Kommunikationsministeriums an Bürger, keinen derartigen spekulativen digitalen Glücksspielangeboten zuzugreifen oder daran teilzunehmen, einschließlich Krypto-Währungshandel. Die Regierung erklärte, sie werde mit der Polizei und anderen zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um digitale Plattformen systematisch zu regulieren.

Globale Regulierungslage: Status der bestätigten Gerichtsbarkeiten

Auf Basis der offiziellen Bestätigung von Indonesien durch Alexander Sabar und öffentlicher Berichte stellt sich die aktuelle Lage der globalen Zugriffseinschränkungen für Polymarket wie folgt dar:

Offizielle Blockierung (bestätigt): Singapur, Brasilien, Indien (MeitY hat gemäß IT-Gesetz Artikel 69A eine Blockierungsanordnung erlassen), Indonesien (diesmal)

Bereits umgesetzte Einschränkungen (bestätigt): Taiwan, Thailand, China (Festland), Japan (jeweils nach den jeweiligen nationalen Gesetzen)

Wichtigste Märkte (wiedereröffnet): USA (2025 im September CFTC genehmigt Rückkehr, aber in vielen Bundesstaaten bestehen weiterhin Herausforderungen durch Spekulationsgesetze)

Häufige Fragen

Auf welcher rechtlichen Grundlage stuft Indonesien Vorhersagemärkte als Spekulation ein, und ist das mit den Rechtsrahmen der anderen bereits blockierten Länder vergleichbar?

Die rechtliche Einordnung in Indonesien basiert auf dem grundlegenden Merkmal „Handeln, das Wetten und Spekulation auf ungewisse Ereignisse umfasst“, nicht auf der technischen Form, die die Plattform verwendet (z. B. Blockchain oder Krypto-Assets). Das PROGA-Gesetz in Indien (verabschiedet im August 2025, in Kraft ab dem 1. Mai 2026) verbietet „Online-Geldspiele“ vollständig – ebenfalls nach einem ähnlichen Logikansatz: Jede spielerische Wette, bei der es um den Zufluss/Ausfluss echter Gelder geht, fällt in den verbotenen Bereich, unabhängig davon, ob sie sich als Vorhersagemarkt oder als Geschicklichkeitsspiel bezeichnet. Die Blockierung in Brasilien wurde als administrative Blockierung kurz nach dem Eintritt von Kalshi in den lokalen Markt umgesetzt; es gibt keine öffentlichen detaillierten rechtlichen Stellungnahmen dazu. Die Blockierung in Singapur stimmt mit ihrem strengen Regulierungsrahmen für nicht lizenzierte spekulative Aktivitäten überein.

Was war der Hintergrund dafür, dass Polymarket im September 2025 die CFTC-Zulassung wiedererlangte, und wie ist der Regulierungsstatus in den USA?

Polymarket war zuvor ungefähr seit 2021 durch die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in einer Vergleichsvereinbarung untersagt worden, US-Nutzern Dienste anzubieten, und zahlte zudem eine Geldbuße in Höhe von 1,45 Millionen US-Dollar. Grund war, dass Polymarket ohne Genehmigung US-Nutzern den Handel mit binären Optionen ermöglichte. Im September 2025 genehmigte die CFTC, dass Polymarket wieder in den US-Markt zurückkehren kann. Es darf dabei als konformer festgelegter Kontraktmarkt (DCM) oder als Derivate-Clearingorganisation (DCO) betrieben werden. Derzeit hat Polymarket auf Bundesebene eine CFTC-Autorisierung, aber in einigen Bundesstaaten stellen deren Spekulationsgesetze die Geschäftstätigkeit weiterhin vor Herausforderungen; entsprechende bundesstaatliche Regulierungsklagen laufen noch.

Wie ist Indonesiens gesamte Regulierungsposition gegenüber Krypto-Assets und Blockchain-Anwendungen, und spiegelt diese Blockierung eine breitere politische Wende wider?

Indonesien verfolgt bei der Regulierung von Krypto-Assets eine abgestufte Haltung: „Anlagen zum Halten sind erlaubt, aber spekulative Nutzung wird strikt untersagt.“ Die indonesische Behörde für Rohstoff-Futures-Regulierung (Bappebti) und die Financial Services Authority (OJK) erlauben Krypto-Assets als Warenhaltung und zum Handel, doch in Indonesien gibt es für spekulatives Verhalten eine klare Verbotsposition sowohl im Strafrecht als auch in den religiösen Rechtsvorschriften. Die Blockierung von Polymarket ist Teil der umfassenden Maßnahmen Indonesiens gegen Online-Spekulation und richtet sich nicht gegen die Blockchain-Technologie an sich. Indonesien ist das Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung; religiöse Faktoren führen dazu, dass das Land in der Durchsetzung gegen Netz-Spekulation eine strenge Haltung beibehält. Zudem hat Indonesien in der Region Südostasien als Erstes mehrere Runden systematischer Sperraktionen gegen Online-Spekulationsplattformen vorangetrieben.

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