Laut Jim Cramer bei CNBC am Mittwoch (3. Juni) stellt die massive Finanzierungswelle, die von der AI-Euphorie angetrieben wird, in der kurzfristigen Perspektive einen Gegenwind für US-Aktien dar. Der CNBC-Moderator warnte, dass ein Überangebot—wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt—„der einfachste Weg ist, einen Bullenmarkt ins Schlachthaus zu schicken“, und verwies dabei auf steigende Kapitalbedarfe von Unternehmen, die große AI-Infrastruktur-Ausbaupläne verfolgen, darunter erwartete Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI sowie das jüngste Aktienangebot von Alphabet im Wert von 80 Milliarden US-Dollar.
Cramer äußerte die Sorge, dass eine gleichzeitige Mittelbeschaffung mehrerer Firmen die Liquidität der Anleger abziehen könnte, was möglicherweise dazu führt, dass Vermögenswerte aus Blue-Chip-Beständen verkauft werden müssen, um AI-Chancen zu finanzieren. Er deutete an, dass Nvidia möglicherweise gefährdet ist, und bezeichnete es als „weltweit größte Sparbüchse“. Nvidias Aktien fielen am Mittwoch um 3,6%. Trotz kurzfristiger Finanzierungskonflikte stellte Cramer fest, dass die langfristige Investment-These für AI intakt bleibt.