JPMorgan: Tokenisierte Fonds auf 15% des Stablecoin-Markts begrenzt

DanielCarter

JPMorgan-Analysten um den Managing Director Nikolaos Panigirtzoglou gehen in einem von der Bank veröffentlichten Bericht davon aus, dass tokenisierte Geldmarktfonds ohne regulatorische Änderungen nicht mehr als 10% bis 15% des Stablecoin-Marktes erreichen werden. Aktuell machen tokenisierte Geldmarktfonds nur etwa 5% des Stablecoin-Universums nach Marktkapitalisierung aus, obwohl sie Investoren eine Rendite bieten. Stablecoins dominieren weiterhin das Krypto-Ökosystem als bevorzugtes Zahlungsmittel im Gegenwert von Barmitteln und werden häufig für das Collateral-Management, Trading, Settlement, grenzüberschreitende Zahlungen und das tägliche Liquiditätsmanagement sowohl an zentralisierten Börsen als auch in DeFi-Protokollen eingesetzt.

Regulatorische Hürden für Wachstum

Tokenisierte Geldmarktfonds stünden, so beschrieben es die JPMorgan-Analysten, gegenüber Stablecoins unter einer „strukturellen regulatorischen Benachteiligung“. Im Gegensatz zu Stablecoins werden tokenisierte Geldmarktfonds in der Regel als Wertpapiere eingestuft und unterliegen daher aufsichtsrechtlichen Anforderungen des Wertpapierrechts, darunter Registrierung, Offenlegung, Meldepflichten und Übertragungsbeschränkungen. Laut den Analysten erschweren diese Vorgaben, dass onchain Gelder frei im gesamten Krypto-Ökosystem zirkulieren können.

Die wichtigsten Nutzer tokenisierter Geldmarktfonds sind heute kryptonative Investoren, die mit Barmitteln ohne Einsatzrendite eine Rendite erzielen möchten, sowie institutionelle Anleger, die die operativen Vorteile der Tokenisierung suchen – etwa schnelleres Settlement und Programmierbarkeit – und dabei innerhalb traditioneller Rahmenwerke zum Anlegerschutz bleiben. Die Analysten erwarten, dass diese Fonds weiterhin schneller wachsen als Stablecoins, weil sie einen Renditevorteil bieten. Sie gehen jedoch nicht davon aus, dass dieses Wachstum das Gleichgewicht zwischen beiden Märkten grundsätzlich verändern wird.

„Wir bezweifeln, dass tokenisierte Geldmarktfonds über etwa 10%–15% des Stablecoin-Universums hinaus wachsen würden, sofern es keine regulatorische Änderung gibt, die die strukturelle Benachteiligung verringert, die daraus entsteht, dass tokenisierte Geldmarktfonds als Wertpapiere klassifiziert werden“, sagten die Analysten.

Begrenzte regulatorische Unterstützung

Die regulatorische Unterstützung für tokenisierte Geldmarktfonds ist bisher begrenzt. Die US-Börsenaufsicht SEC brachte zuvor im Jahr 2026 einen vereinfachten Prozess für die Ausgabe onchain Geldmarktfonds ein. Die Initiative soll Rücknahmen vereinfachen und den operativen Reibungsverlust für Fonds reduzieren, die auf Blockchain-basierter Protokollierung basieren.

JPMorgan-Analysten wiesen außerdem auf jüngste Bemühungen traditioneller Finanzunternehmen und kryptonativer Firmen hin, institutionellen Investoren zu erlauben, onchain Geldmarktfonds als außerbörsliches Trading-Collateral zu nutzen. In solchen Vereinbarungen können Anleger Token-Anteile an Fonds hinterlegen, die über regulierte Plattformen ausgegeben werden, während die zugrunde liegenden Vermögenswerte in regulierter außerbörslicher Verwahrung bleiben. Der Wert dieser Bestände kann dann in einem Handelsplatz oder auf einer Krypto-Börse abgebildet werden, sodass Institute Rendite auf das Collateral erzielen können und es zugleich für Handelszwecke nutzen.

Die Analysten bezeichneten diese Entwicklungen jedoch lediglich als „marginale“ Verbesserungen und erklärten, dass sie das Gesamtbild voraussichtlich nicht verändern werden: „Das bedeutet, dass tokenisierte Geldmarktfonds gegenüber Stablecoins weiterhin unter einer strukturellen regulatorischen Benachteiligung leiden – was ihre nahtlose Zirkulation und Nutzung im gesamten Krypto-Ökosystem verhindert.“

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