
Die an der Tokioter Börse gelistete Metaplanet hat am 14. Mai offengelegt, dass im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Nettoverlust von 114,5 Milliarden Yen (ca. 72,5 Millionen US-Dollar) zu verzeichnen war. Hauptgrund seien bilanziellen Bewertungsverluste gewesen, die durch den Rückgang des Bitcoin-(BTC-)Preises zum Ende des ersten Quartals ausgelöst wurden. Trotz allem baut Metaplanet seine Bestände weiter aus: Die BTC-Position wurde auf 40.177 Coins erhöht.
BTC-Bestandsdaten: 40.177 Coins und Anteil am japanischen Markt
Die wichtigsten BTC-Bestandsdaten, die im Q1-Report von Metaplanet bestätigt wurden:
Gesamter BTC-Bestand: 40.177 Coins
BTC je vollständig verwässerter Aktie: 0,0247319 Coins (gegenüber dem Vormonat Wachstum von 2,8%)
Anteil von in Japan gelisteten Unternehmen an BTC: Bis Mai 2026 bei etwa 87%
Die Unternehmensangaben bestätigen, dass dieser Verlust „hauptsächlich auf bilanziellen Bewertungsverlust aufgrund des BTC-Preisrückgangs zum Ende des ersten Quartals zurückzuführen ist und die kurzfristigen Schwankungen der Marktbewertung widerspiegelt“, und nicht auf einen Cash-Verlust aus dem Kerngeschäft.
Operative Entwicklung: Netto-Umsatz und Gewinn steigen beide
Zentrale Kennzahlen für Q1 FY2026:
Netto-Umsatz: Jahr-zu-Jahr +251%
Betriebsgewinn: 2,27 Milliarden Yen (ca. 14,4 Millionen US-Dollar), Jahr-zu-Jahr +282%
Kerngeschäft zeigt entgegen der Buchwert-Bewertung einen anderen Trend: Ein Rückgang der bilanziellen BTC-Bewertung führt zwar dazu, dass der Nettoverlust größer ausfällt, doch das Unternehmen hält mit dem Bitcoin-Einnahmen-Geschäft selbst weiterhin positives Wachstum. In sechs Quartalen in Folge wurden stabile Cashflows erzeugt.
Verzögerung beim Listing von Vorzugsaktien: Zwei Hürden, die der CEO bestätigt
CEO Simon Gerovich hat in der Mitteilung bestätigt, dass das Listing der permanenten Vorzugsaktien an der japanischen X-Börse verzögert ist, und zwei wichtige Überlegungen aufgeführt:
Erste Hürde: Nachweise zur Nachhaltigkeit der Cashflows Japanische Listing-Regeln verlangen, dass Vorzugsaktien-Dividenden in mehreren Marktbedingungen jeweils durch nachhaltige Cashflows gestützt werden können. Gerovich bestätigt: Das Unternehmen habe über sechs Quartale hinweg Cashflow-Nachweise im Bitcoin-Einnahmen-Geschäft aufgebaut und halte es für „sehr wichtig“, dass dies auch angesichts unterschiedlicher Stärke des Bitcoin-Markts weiterhin Stabilität bei den Cashflows beweise.
Zweite Hürde: Aufbau der Infrastruktur für monatliche Ausschüttungen Metaplanet plant, monatliche Dividenden auszuzahlen, deutlich höher als die übliche Frequenz japanischer börsennotierter Unternehmen von ein bis zwei Ausschüttungen pro Jahr. Gerovich bestätigt, dass umfangreiche Infrastrukturarbeit erforderlich sei: im Hinblick auf die Verfahren am Stichtag für die Aktionärsregistrierung, die Identifikation der Aktionärsidentitäten, die Berechnung der Dividenden sowie regelmäßige Benachrichtigungen der Aktionäre.
Gerovich bestätigt, dass, falls genehmigt, die Emission von Metaplanet die siebte Vorzugsaktien-Position im japanischen Markt und die erste permanente Vorzugsaktie in Japan sein wird.
Häufige Fragen
Spiegelt der Q1-Verlust von Metaplanet 725 Millionen US-Dollar einen realen Cash-Verlust wider?
Laut den Angaben des Unternehmens ist der Verlust „hauptsächlich auf bilanziellen Bewertungsverlust aufgrund des BTC-Preisrückgangs zum Ende des ersten Quartals zurückzuführen“ und handelt es sich dabei um einen nicht zahlungswirksamen Buchverlust. Im gleichen Zeitraum erzielte das Unternehmen einen Betriebsgewinn von rund 14,4 Millionen US-Dollar, der Netto-Umsatz stieg um 251% im Jahresvergleich. Das zeigt, dass das Kerngeschäft weiterhin wächst.
Wie wird der Anteil von 87% von Metaplanet unter japanischen börsennotierten Unternehmen berechnet?
Gemäß den Offenlegungen des Unternehmens hält Metaplanet bis Mai 2026 40.177 BTC, was etwa 87% des gesamten BTC-Bestands ausmacht, der von allen japanischen börsennotierten Unternehmen zusammen gehalten wird. Dies ist die statistikbasierte Offenlegung, die das Unternehmen auf Basis öffentlich einsehbarer Bestandsdaten japanischer börsennotierter Unternehmen erstellt hat.
Wie sieht der Zeitplan für das Listing der permanenten Vorzugsaktien von Metaplanet aus?
Aktuell gibt es keinen klaren Zeitplan für das Listing. CEO Gerovich bestätigt zwei noch zu überwindende Hürden (Nachweis zur Nachhaltigkeit der Cashflows und Infrastruktur für monatliche Ausschüttungen), aber veröffentlicht hat er kein angestrebtes Antragsdatum. Gerovich bestätigt: Wenn es genehmigt wird, wäre dies die erste permanente Vorzugsaktie in Japan.