Die NASA weist ISS-Astronauten an, sich in der Crew Dragon in Sicherheit zu bringen, während es zu einem Leck im russischen Modul kommt

Vor zehn Tagen wies die NASA Astronauten an, die sich an Bord der Internationalen Raumstation befinden, aufgrund zunehmender Bedenken wegen anhaltender Lecks in einem russischen Modul in einer Crew-Dragon-Kapsel einen Notfall-Unterschlupf aufzusuchen. Die Anweisung erging am Morgen des Freitags, 5. Juni, nachdem Roscosmos eine umfangreiche Inspektion und einen strukturellen Reparatureinsatz für das PrK-Modul vorgeschlagen hatte – einen kleinen Bereich, der am Zvezda-Service-Modul angebracht ist –, was bei NASA-Beamten Sicherheitsalarme auslöste. Die Lecks, die von Rissen herrührten, die erstmals 2019 identifiziert worden waren, hatten sich im Mai wieder verstärkt und Anfang Juni weiter zugespitzt, sodass die Notfallreaktion eingeleitet wurde. Seit dem Unterschlupf-Ereignis haben weder NASA noch Roscosmos weitere öffentliche Informationen veröffentlicht, obwohl Quellen angeben, das Problem sei erfolgreich behoben worden.

Leck-Timeline: Wiederaufnahme im Mai bis zur Reaktion am 5. Juni

Die Risse im PrK-Modul sind seit 2019 ein anhaltendes Problem. Russische Astronauten versuchten dabei verschiedene Reparaturen mit einer Dichtmasse namens Germetall-1. Anfang dieses Jahres meldete Roscosmos, dass sich die Lecks stabilisiert hätten. Die Lecks setzten im Mai wieder ein und nahmen dann Anfang Juni zu. Am Morgen des Freitags, 5. Juni, begann Roscosmos mit den Arbeiten hin zu einer umfassenderen Inspektion und einem strukturellen Reparatureinsatz. Eine Stellungnahme von Roscosmos lieferte keine zusätzlichen Informationen zu der vorgeschlagenen Lösung.

NASA sichert Crew ab, während Russland den Reparaturplan überarbeitet

Der Reparaturplan, den russische Stellen am 5. Juni vorgelegt hatten, veranlasste die NASA, die extremste Maßnahme zu ergreifen und ihre Astronauten in der Dragon-Kapsel zu sichern, falls es auf der Raumstation zu einer Druckentlastung kommen sollte. Später trat Russland von dem Plan zurück und verwies darauf, dass weitere Messungen und Inspektionen in den Bereichen nötig seien, in denen die Lecks auftraten. Die NASA erklärte, dass nach Russlands Entscheidung Crew-12 und Williams ihre Aktivitäten im sicheren Unterschlupf beendet und zu den normalen Abläufen an Bord des umlaufenden Labors zurückgekehrt seien.

FAQ

Was war der Auslöser dafür, dass die NASA die Astronauten am 5. Juni in den Unterschlupf schickte?

Die NASA wies die Astronauten an, in einem Notfall-Unterschlupf in einer Crew-Dragon-Kapsel Schutz zu suchen, nachdem Roscosmos einen umfangreichen Inspektions- und strukturellen Reparatureinsatz für das leckende PrK-Modul vorgeschlagen hatte, der bei NASA-Beamten Sicherheitsbedenken ausgelöst hatte.

Wie lange treten die Lecks im russischen Modul bereits auf?

Die Risse im PrK-Modul, das am russischen Zvezda-Service-Modul angebracht ist, sind seit 2019 ein anhaltendes Problem. Die Lecks hatten sich Anfang dieses Jahres stabilisiert, setzten aber im Mai wieder ein und verstärkten sich Anfang Juni.

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