Laut dem Bericht „Chief Economists Outlook“ des Weltwirtschaftsforums, der am 28. Mai veröffentlicht wurde, prognostizieren fast 90% der befragten Chefökonomen, dass das globale Wirtschaftswachstum in den nächsten 12 Monaten langsamer wird. Als große Risiken werden der Konflikt im Nahen Osten und die Störung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus angeführt. Die Ökonomen bewerten, dass die zerstörerische Wirkung des Versand-Engpasses die Auswirkungen der Zollstörungen des vergangenen Jahres deutlich übersteigt; anhaltende Störungen bis in die zweite Hälfte des Jahres 2026 könnten die globalen Belastungen durch Lieferketten, Energie- und Lebensmittelkosten verstärken.
94% der Befragten erwarten, dass die globale Inflation innerhalb eines Jahres steigen wird. Der Bericht geht davon aus, dass der Nahe Osten und Nordafrika die schwersten wirtschaftlichen Folgen zu tragen haben, während in Subsahara-Afrika die Inflationserwartungen stark ansteigen und Europa mit zunehmenden Risiken einer Stagflation konfrontiert ist.