Pentagon schließt 7 KI-Konzerne ein und unterzeichnet geheime Verträge für den Einsatz von Militärnetzwerken: Anthropic bleibt weiterhin ausgeschlossen

ChainNewsAbmedia

Das US-Verteidigungsministerium gab am 1. Mai bekannt, dass es Verträge zur KI-Implementierung mit 7 Technologiefirmen unterzeichnet hat und ihnen erlaubt, ihre Modelle in den militärischen Netzwerken mit der höchsten Vertraulichkeitsstufe, dem Impact Level 6 und Impact Level 7, auszuführen. Zu den unterzeichneten Unternehmen gehören SpaceX, OpenAI, Google, NVIDIA, Reflection, Microsoft und Amazon Web Services; wenige Stunden später wurde auch Oracle in die Liste aufgenommen und wurde damit das 8. Unternehmen. Anthropic bleibt weiterhin außerhalb der Blacklist und erhielt keinen Zuschlag – das setzt den Konflikt fort, in dem sich Anthropic gegen eine Lockerung sicherheitsbezogener Leitplanken für das Militär wehrt.

Vertragsinhalt: 7+1 Unternehmen, Impact Level 6/7 geheime Netzwerke, 3 Hauptanwendungsrichtungen

Impact Level 6 und Level 7 sind die höchsten Geheimhaltungsstufen der Netzwerke des US-Verteidigungsministeriums. Die Modelle der beauftragten KI-Firmen sollen auf dieser Ebene eingesetzt werden; die Zielrichtungen der Anwendung sind drei: Erstens Datensynthese (data synthesis), um vielfältige Informationen aus mehreren Quellen schnell zusammenzuführen; zweitens die Verbesserung der Entscheidungsfindung von Einsatzkräften (warfighter decision-making); drittens die Verbesserung der Lageeinschätzung im Gefecht (situational understanding and awareness). Das Verteidigungsministerium betont in seiner Erklärung, dass die entscheidenden Konstruktionsprinzipien dieser Vertragsrunde darin bestehen, „AI-Anbieter-Bindung (AI vendor lock) zu vermeiden und die langfristige Flexibilität der Joint Force sicherzustellen“, also Risiken durch die Verteilung auf mehrere Anbieter zu streuen.

Die Vertragsunternehmen decken ein breites Technologiefeld ab: SpaceX bringt militärische Satelliten-Standards und die Rechenbasis ein; NVIDIA und AMD (Hinweis: AMD ist nicht in dieser Vertragsrunde, sondern liefert hauptsächlich über NVIDIA, AWS, Microsoft und Google die GPU-Rechenleistung) stellen Hardware für das Modelltraining und die Inferenz bereit; OpenAI, Google und Reflection liefern bahnbrechende Modelle; Microsoft und AWS liefern Cloud-Computing und Bereitstellungsarchitekturen; Oracle (nachträglich) stärkt die Unternehmensdatenebene. In Summe decken die 8 Unternehmen bereits den Großteil der wichtigsten Kernlieferanten der US-KI-Industrie auf Top-Ebene ab; einzig fehlend ist Anthropic.

Anthropic bleibt ausgeschlossen: Fortsetzung der Kontroverse um Sicherheitsleitplanken

Dass Anthropic nicht den Zuschlag erhielt, ist die Fortsetzung der „Lieferketten-Blacklist“-Politik, die das Verteidigungsministerium in den vergangenen 3 Monaten gegen Anthropic verfolgt hat. Die Auseinandersetzung begann im Februar, als der CEO von Anthropic, Dario Amodei, sich weigerte, dass das Militär Claude für autonome tödliche Angriffe (autonomous lethal attacks) und für groß angelegte Überwachung im Inland einsetzt; anschließend stufte der Verteidigungsminister Hegseth Anthropic als Lieferkettenrisiko ein.

Die in dieser Runde 7+1 beauftragten Firmen bedeuten eine klare Aufteilung der Industrie: Anbieter, die „den Sicherheitsanforderungen des Militärs nachkommen“, erhalten Verträge; Anbieter, die „an den Sicherheitsleitplanken festhalten“, werden ausgeschlossen. Für Anthropic heißt das: Obwohl Mythos Preview weiterhin über Ausnahmekanäle für Bereiche wie die NSA genutzt werden kann, bedeutet der Verlust des Pentagon-Hauptvertrags den Verlust des Umfangs staatlicher Beschaffungen in Größenordnungen von mehreren Milliarden US-Dollar über die nächsten Jahre.

Weiteres Monitoring: Ob Anthropic an den Verhandlungstisch zurückkehrt und warum Reflection ausgewählt wurde

Ein nächster Beobachtungspunkt ist, ob Anthropic in späteren Veröffentlichungen entgegenkommende Bedingungen darlegt, sich um die Aufnahme in die Liste bemüht, und welche Folgepolitiken die Trump-Regierung für Anthropic Mythos über den Ausnahmekanal festlegt. Ein weiterer Fokus liegt auf Reflection – diesem relativ jungen KI-Startup: Dass es neben OpenAI, Google und NVIDIA einen Zuschlag erhielt, deutet darauf hin, dass das Verteidigungsministerium seine spezifischen Fähigkeiten (vermutlich für nationale Sicherheit optimiert oder nach Open-Source-Phase auditierbar) bewertet hat; die späteren Produktoffenlegungen werden daher die konkreten Beschaffungsvorlieben des Pentagon widerspiegeln.

Der Artikel Pentagon und 7 KI-Giganten unterzeichnen Vertrag für geheime Militäreinsatznetzwerke: Anthropic bleibt ausgeschlossen erschien zuerst bei Kettennews ABMedia.

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