Der Gründer von Bridgewater Associates, Ray Dalio, sagte kürzlich in einem Interview mit Bloomberg, dass Amerikas Glaubwürdigkeit als globale Macht abnehme, während Chinas Reichtum und Einfluss weiter anwachsen. Dieser Wandel der Machtverhältnisse verändere die weltweite Wahrnehmung beider Länder grundlegend. Immer mehr Länder seien der Ansicht, dass die USA in Konfliktsituationen nicht mehr absolut verlässliche Verbündete seien, während China durch gegenseitige Besuche internationaler Führungspersönlichkeiten ein neues Modell relativer Macht nach dem Muster eines „Tributsystems“ aufbaue.
Rückgang der globalen Glaubwürdigkeit und des militärischen Einflusses der USA
Dalio erklärte im Interview, dass sich die weltweite Wahrnehmung von Amerikas Einfluss verändert. In 80 Ländern verfüge die USA über etwa 750 Militärbasen und werde seit langem als verlässlicher Partner in Fällen angesehen, in denen sie angegriffen werden. Dalio machte nach einer einen Monat langen Reise durch Asien und nach Gesprächen mit mehreren Führungspersönlichkeiten, darunter mit China, jedoch darauf aufmerksam, dass viele Länder allmählich davon ausgehen, sich nicht vollständig auf eine Beteiligung der USA an regionalen Konflikten verlassen zu können. Dieser Wandel zeige, dass die USA vor Herausforderungen stünden, das Vertrauen ihrer Verbündeten zu erhalten.
Chinas wirtschaftlicher Aufstieg, Aufkommen eines modernen Tribut-Systems
Der 76-jährige Dalio beobachtet, dass Chinas Stellung in der internationalen Gemeinschaft deutlich gestiegen ist. In den vergangenen 20 Jahren habe sich Chinas Wirtschaftsleistung mehr als verdreifacht und liege derzeit bei 60% bis 70% des US-Niveaus. Dalio beschreibt, dass das gegenwärtige Interaktionsmuster vieler Staats- und Regierungschefs in Richtung China der historischen Form eines Tribut-Systems ähnelt. Dieses System schaffe Hierarchien, indem es die Unterschiede in der Macht anerkennt, und werde weitreichende Auswirkungen auf den internationalen Handel und die Sicherheit haben.
Die Aussage fällt in die Zeit des bevorstehenden Treffens zwischen Xi und Biden (Xi-Biden), und Dalio erwähnte das Tribut-System mehrfach und bekräftigte damit seine lang vertretene Ansicht, dass Amerikas Einfluss auf China schwinde.
Dalio warnt vor der Bedeutung der Diversifikation von Vermögenswerten
Dalio betonte, dass der Machtwechsel zwischen den USA und China direkte Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte haben werde. Als Gründer des weltweit größten Hedgefonds geht er davon aus, dass Anleger in der aktuellen Phase der Unruhe objektiv reagieren müssen, da der Wert von Währungen einem höheren Risiko und größerer Unsicherheit ausgesetzt sein werde. Er empfiehlt, dass Marktteilnehmer der Liquidität des Anlageportfolios mehr Aufmerksamkeit schenken und eine Strategie zur Diversifikation der Vermögenswerte verfolgen sollten, einschließlich einer angemessenen Allokation von Gold, um potenzielle Risiken abzufedern.
Dieser Artikel Ray Dalio bewertet USA-China-Macht: China zeigt durch ein „Tribut-System“ relative Stärke ist zuerst erschienen auf Chain News ABMedia.