Der weltweit größte Hedgefonds Bridgewater Associates hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen 13F-Report für die 1. Quartal 2026 eingereicht. In diesem Quartal ist die größte Veränderung eine Rotation innerhalb des Sektors Fonds: Der Fonds hat mehrere Unternehmens-Software-Aktien deutlich reduziert und vollständig abgewickelt, während das Kapital stark in den Bereich KI-Halbleiter und Cloud-Infrastruktur konzentriert wurde. Unter anderem wurde TSMC (TSMC) zum größten neu aufgebauten Positionstitel des Quartals, während Amazon (Amazon) aufgestockt wurde und zum drittgrößten Bestand aufstieg.
Bridgewater baut Positionen in TSMC und der Halbleiter-Lieferkette auf
Im 1. Quartal 2026 hat Bridgewater die Allokation in Hardware-Lieferketten verstärkt. Laut 13F-Report hat der Fonds erstmals rund 1,077 Millionen Aktien von TSMC gekauft; der Marktwert zum Quartalsende lag bei 364 Millionen US-Dollar, was 1,62% des gesamten Portfolios entspricht und ihn direkt in die Top-10-Bestände bringt. Darüber hinaus hat Bridgewater auch mehrere Kernwerte im Halbleiterbereich aufgestockt, darunter rund 827.000 Aktien von Nvidia, wodurch sich das Gewicht auf 3,65% erhöht. Broadcom (Broadcom) und Micron (Micron) erhielten ebenfalls Aufstockungen von jeweils 670.000 bzw. 586.000 Aktien. Diese Daten zeigen, dass institutionelle Anleger in Bezug auf die anhaltende Nachfrage im Bereich der Chipfertigung und -entwicklung hohe Übereinstimmung haben.
Schwerpunkt: Amazon und große Cloud-Anbieter deutlich aufgestockt
Bei großen Tech-Aktien wurde Amazon zur Aktie mit dem größten Aufstockungsvolumen im Quartal. Der Report weist darauf hin, dass Bridgewater mehr als 2,44 Millionen Aktien von Amazon hinzukaufte, sodass die Gesamtzahl der gehaltenen Aktien auf 4,388 Millionen stieg. Das entspricht einem Anstieg des Portfolio-Gewichts von 1,64% im Vorquartal auf 4,08% und macht Amazon zum drittgrößten Bestand. Gleichzeitig baut der Fonds weiterhin Positionen bei der Google-Muttergesellschaft Alphabet und bei Microsoft (Microsoft) auf. Dies spiegelt wider, dass das Kapital sich hin zu den sehr großen Cloud-Service-Anbietern verlagert, die umfangreiche Rechenleistung bereitstellen können. Analysten sind der Ansicht, dass große Institutionen diese Cloud-Riesen als wichtige Infrastruktur zur Unterstützung der Entwicklung des Rechenwesens betrachten.
Umfassender Rückzug aus Salesforce und anderen Unternehmens-Software-Aktien
Im starken Kontrast zu der aktiven Ausrichtung auf Halbleiter hat Bridgewater im 1. Quartal mehrere Positionen im Unternehmens-Software-Sektor beendet. Der Report zeigt, dass Bridgewater den Cloud-Software-Anbieter Salesforce vollständig aus dem Bestand herausgenommen und mehr als 1,93 Millionen Aktien verkauft hat. Weitere Software-Aktien, die entweder reduziert oder vollständig abgewickelt wurden, sind unter anderem ServiceNow (Reduktion um rund 1,338 Millionen Aktien), Workday (Reduktion um rund 965.000 Aktien) sowie GoDaddy. Da der Unternehmens-Software-Sektor im 1. Quartal sowohl durch Bewertungsfragen als auch durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld doppelt unter Druck stand, veränderte sich die Marktattraktivität dieser Vermögenswerte. Bridgewater verfolgte eine relativ konservative Strategie und verlagerte den Investitionsschwerpunkt vom Software-Anwendungsbereich hin zu dem Bereich der realen Hardware.
Dieser Artikel Bridgewater-13F: Schwergewicht TSMC und Nvidia, Salesforce aus dem Bestand herausgenommen erschien zuerst auf Kettennachrichten ABMedia.