
Die republikanische Senatorin aus Wyoming, Cynthia Lummis, veröffentlichte vom 24. bis 30. Mai eine Reihe von Erklärungen und warnte, dass bei einem Scheitern des „Clarity Act“ in diesem Kongress das nächste legislative Zeitfenster möglicherweise erst im Jahr 2030 wieder in greifbarer Nähe sein dürfte. Sie führte aus, dass Untätigkeit Softwareentwickler rechtlichen Strafverfolgungsrisiken aussetzen würde und Verbraucher bei einer Insolvenz von Börsen nicht sicherstellen könnten, dass sie Eigentum an ihren Vermögenswerten haben.
Lummis sagte in einer öffentlichen Stellungnahme: „Nach diesem Kongress könnte das nächste Zeitfenster für die Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten erst auf 2030 warten. Bis dahin werden Entwickler weiterhin dem Risiko eines Mangels an rechtlichem Schutz ausgesetzt sein, und den Strafverfolgungsbehörden fehlen wirksame Instrumente, um Fehlverhalten konsequent zu verfolgen. Der ‚Clarity Act‘ kann beide Probleme lösen.“
Laut bestätigtem Gesetzesstand hat das Repräsentantenhaus am 2025. Juli mit 294 zu 134 Stimmen den „Digital Asset Market Transparency Act“ verabschiedet und ihn an den Senat übermittelt. Am 14. Mai 2026 hat der Senatsausschuss für Banken den Gesetzesentwurf in einer parteiübergreifenden Abstimmung mit 15 zu 9 Stimmen in der geänderten Fassung angenommen. Offene Schritte sind: die Zustimmung des gesamten Senats (mit einer Hürde von 60 Stimmen für die Beendigung einer Filibuster-Debatte), die abschließende Abstimmung mit der Version aus dem Repräsentantenhaus sowie die Unterzeichnung durch Präsident Trump, damit das Gesetz in Kraft tritt. Lummis erklärte, ihre Forderung stehe im Einklang mit ihrer Position und der öffentlich unterstützenden Haltung von Trump, einen „unumkehrbaren“ Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen.
Die in Lummis’ Erklärung genannte „2030“-Zahl spiegelt politische Realität wider, nicht eine harte gesetzliche Frist. Der derzeitige 119. Kongress endet im Januar 2027; die Zwischenwahlen im November 2026 werden Prioritäten, Führungsstrukturen und den gesetzgeberischen Schwung neu ausrichten. Wenn der „Clarity Act“ in diesem Kongress nicht durchkommt, muss der neue Kongress das gesamte Verfahren neu anstoßen, einschließlich neuer Einbringung, Anhörungen, Ausschussarbeit und einer neuen Verhandlungsrunde. Die Präsidentschaftswahl 2028 wird die Zusammenarbeit zwischen den Parteien zusätzlich erschweren; daher betrachtet Lummis die Legislaturperiode 2029 bis 2030 als das nächste realistische Zeitfenster für eine Gesetzesverabschiedung.
Laut bestätigtem Gesetzesstand muss der Entwurf in der Gesamtabstimmung des Senats die 60-Stimmen-Hürde für den Filibuster-Abbruch (Cloture) erreichen. Danach kann er endgültig mit der Version aus dem Repräsentantenhaus abgestimmt und anschließend Präsident Trump zur Unterzeichnung vorgelegt werden, damit das Gesetz in Kraft tritt.
Lummis sagt, dass Entwickler in einer Situation mit fehlenden Elementen im geltenden Rechtsrahmen wegen der Veröffentlichung von Code möglicherweise strafrechtlich verfolgt werden könnten, und kritisiert, dass das aktuelle Umfeld keine „freie Marktwirtschaft“ sei, sondern eine Form von rechtlicher Belastung.
Der 119. Kongress endet im Januar 2027; die Zwischenwahlen im November 2026 werden die gesetzgeberischen Prioritäten und den parteiübergreifenden Schwung verändern. Wenn es in diesem Kongress nicht gelingt, erhöht die Präsidentschaftswahl 2028 zudem die Schwierigkeit, über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Deshalb sieht Lummis diesen Kongress als realistisch machbare Gesetzeschance.
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