Robinhood, eine US-Handelsplattform, gab am 22. April bekannt, dass sein Venture-Fund $75 Millionen in OpenAI investiert hat, während es versucht, Privatanlegern Zugang zu privaten Technologieunternehmen zu ermöglichen, wie Reuters berichtet. Die Investition erfolgt, während OpenAI starke Investoreninteressen auf sich gezogen hat – angesichts eines Laufs von Unternehmen und Start-ups, KI-Tools zu bauen.
Fondsstruktur und regulatorischer Rahmen
Der Robinhood Ventures Fund I, der im März auf den Markt kam, ist als geschlossener Fonds strukturiert. Laut Robinhood plant der Fonds in den kommenden Wochen einen initialen öffentlichen Börsengang (IPO) an der New York Stock Exchange unter dem Symbol RVI. Diese Struktur würde es Privatanlegern ermöglichen, Aktien zu kaufen und zu verkaufen, ohne einen Status als akkreditierter Anleger zu benötigen.
Die $75 Millionen-Investition ist speziell in OpenAI-Stammaktien, was sie von Robinhoods früheren europäischen Produkten für Aktien-Token unterscheidet, die mit privaten Unternehmen verknüpft waren – darunter OpenAI und SpaceX.
Klarstellung zur OpenAI-Partnerschaft
Die Investition folgt auf die Erklärung von OpenAI aus dem Jahr 2025, wonach es keine Partnerschaft mit Robinhood eingegangen sei oder dessen geplante blockchainbasierte Aktien-Token unterstützt habe. OpenAI erklärte damals, dass die Token kein Eigenkapital seien und dass es keine Genehmigung für irgendeine Übertragung seines Eigenkapitals an Robinhood erteilt habe.
Das europäische Produkt von Robinhood, das von der Zentralbank von Litauen (Robinhoods führendem EU-Regulierer) geprüft wurde, bot einen indirekten Zugang über eine Zweckgesellschaft (SPV), eine juristische Einheit, die eingerichtet wurde, um Vermögenswerte zu halten. Die neue Fondsstruktur stellt einen anderen regulatorischen Ansatz dar, um Privatanlegern den Zugang zu privaten Märkten zu erweitern.
Marktumfeld: Verschiebung hin zu privaten Märkten
Robinhood bezeichnet den Fonds als Reaktion auf einen langfristigen Wandel im Markt. Laut den Unterlagen von Robinhood ist die Zahl der an der Börse öffentlich gehandelten US-Unternehmen von etwa 7.000 im Jahr 2000 auf etwa 4.000 im Jahr 2024 gesunken. Gleichzeitig wird der Wert US-amerikanischer Privatunternehmen auf mehr als $10 Billionen geschätzt – mit dem größten Teil des Marktwerts inzwischen außerhalb öffentlicher Börsen.
Eine gelistete Struktur eines geschlossenen Fonds ermöglicht es, Beteiligungen an Privatunternehmen zu Wertpapieren zu bündeln, die Anleger über Standard-Brokerage-Konten handeln können – und eröffnet Privatanlegern damit einen Weg zu weniger liquiden Vermögenswerten. Wenn das Modell erfolgreich ist, könnte es dazu führen, dass Vermögensverwalter ähnliche Produkte entwickeln.