Die Aktien von Samsung fallen um 4,4%, da ein Gewerkschaftsstreik wegen eines Streits über Bonuszahlungen geplant ist

LucasBennett

Die Aktien von Samsung Electronics fielen um bis zu 4,4%, nachdem das Unternehmen und seine größte Gewerkschaft in den Vermittlungsgesprächen in Sejong keine Einigung erzielt haben. Die Gewerkschaft plant am 21. Mai einen Generalstreik zu starten, nachdem das Management einen Vorschlag abgelehnt hatte, der von den Beschäftigten bereits angenommen worden war. Die Gewerkschaft fordert die Abschaffung einer Bonus-Obergrenze und möchte, dass Boni auf 15% des operativen Gewinns festgelegt werden und die Bedingungen in Tarifverträge geschrieben werden. Samsung sagte hingegen, die Forderungen seien überzogen, und bot stattdessen Boni in Höhe von 10% des operativen Gewinns sowie eine einmalige Zahlung an, nachdem es die meisten anderen Anträge akzeptiert hatte. Dass Samsung als größter Hersteller von Speicherschips der Welt an der Spitze steht, hat die Aufmerksamkeit des breiteren Marktes auf den Streit gelenkt, insbesondere da Südkorea zuvor einen Notfall-Schiedsweg genutzt hat, um größere Streiks zu stoppen.

Bonusstreit: Gewerkschaft vs. Samsung

Der Vorstoß der Gewerkschaft für 15% des operativen Gewinns bei Boni beläuft sich auf ungefähr 45 Billionen Won (30,4 Milliarden US-Dollar) – mehr als das Vierfache der 11,1 Billionen Won (7,5 Milliarden US-Dollar), die im letzten Jahr als Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet wurden. Samsung-Beschäftigte erhielten 2024 keinen leistungsabhängigen Bonus.

Der Gegenvorschlag von Samsung – 10% des operativen Gewinns plus eine einmalige Zahlung – spiegelt die Position des Unternehmens wider, dass die Forderungen der Gewerkschaft überzogen seien. Das Management hatte die meisten anderen Forderungen der Gewerkschaft akzeptiert, bevor es den Bonusvorschlag zurückwies.

SK Hynix-Deal setzt Benchmark

Die Position der Gewerkschaft wird durch eine wettbewerbsfähige Vereinbarung bei SK Hynix geprägt, einem südkoreanischen Hersteller von Speicherschips. Dort wurden 10% des jährlichen operativen Gewinns für Mitarbeiterboni über das nächste Jahrzehnt zurückgestellt und Bonus-Obergrenzen entfernt. Diese Regelung führt zu durchschnittlichen Auszahlungen von 460.000 US-Dollar bis 477.000 US-Dollar pro Beschäftigtem in diesem Jahr, während Schätzungen für das nächste Jahr nahe an 900.000 US-Dollar liegen.

Rund 200 Samsung-Mitarbeiter sind in den vergangenen vier Monaten zu SK Hynix gewechselt, was den Wettbewerbsdruck auf Samsungs Belegschaft unterstreicht.

Druck auf Lieferkette: HBM- und KI-Chips

Samsung ist eines von drei Unternehmen weltweit, das High Bandwidth Memory (HBM) herstellt – einen fortschrittlichen Speicherschip, der zum Betrieb von KI-Systemen genutzt wird. Ein Streik würde die Produktion in Samsungs südkoreanischen Chipwerken verlangsamen und so einen Engpass bei der Versorgung mit KI-Hardware schaffen. Ein früherer ein-tägiger Ausstand senkte die Ausbringung bei der Produktion von Auftragschips um 58% und die Produktion von Speicherschips um 18% während der betroffenen Schicht.

Der Speichermarkt ist bereits angespannt. Apple hielt Notfall-Besprechungen mit der Chip-Sparte von Samsung ab und akzeptierte eine Einstiegsforderung nach einer 100%igen Preiserhöhung, um Speicherkapazitäten für die iPhone-17-Produktion zu sichern.

Interne Fragmentierung der Gewerkschaft

Der Streit sorgt für Reibung innerhalb von Samsung. Eine kleinere Gewerkschaft, die größtenteils aus Beschäftigten in den Bereichen Smartphones, TVs und Haushaltsgeräte besteht, ist aus dem geplanten gemeinsamen Streik ausgetreten.

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