Gate News, 21. April — SEC-Kommissarin Hester Peirce, bekannt als „Crypto Mom“, hat in einem Interview anerkannt, dass der Ansatz der Behörde zur Regulierung von Kryptowährungen während der Amtszeit des ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler fehlerhaft gewesen sei. „Ich glaube, wir sind in der Vergangenheit den falschen Weg gegangen. Zwar waren einige Absichten gut, aber die Umsetzung war nicht richtig, und deshalb haben wir Zeit verschwendet“, sagte Peirce.
Peirce kritisierte das Fehlen eines frühen regulatorischen Rahmenwerks und bemerkte, dass klare Leitlinien von Anfang an die Entwicklung der Branche beschleunigt hätten. Sie sagte, die SEC hätte sich vor der Umsetzung von Richtlinien stärker und umfassender mit Branchen-Interessengruppen auseinandersetzen sollen, statt einseitig zu handeln. „Wenn wir von Anfang an einen Rahmen geschaffen hätten, wären wir heute in einer deutlich produktiveren Lage“, fügte sie hinzu.
Zum regulatorischen Umfang betonte Peirce, dass die SEC die Grenzen ihrer Zuständigkeit erkennen müsse. „Nur weil es ein Problem gibt, heißt das nicht unbedingt, dass es ‚mein Problem‘ ist. Der Kongress will nicht, dass wir über unsere Zuständigkeit hinausgehen“, sagte sie. Sie warnte Anleger vor nicht-wertpapierartigen Krypto-Assets wie Memecoins und machte deutlich, dass die SEC-Schutzmaßnahmen sich nicht auf diese Bestände erstrecken: „Ich möchte, dass die Leute aufmerksam sind, weil unser regulatorisches Regime nicht dafür da ist, sie zu unterstützen.“
Mit Blick nach vorn hob Peirce zentrale Bereiche für die künftige Ausrichtung hervor, darunter die Integration von Stablecoins, die Tokenisierung von Geldmarktfonds, die Tokenisierung von Real-World-Assets (RWA) tokenization und Verwahrungsrahmenwerke. Da ihre Amtszeit zum Jahresende endet, merkte Peirce an, dass ihr Nachfolger einen „sehr breiten und spannenden Aufgabenplan“ übernehmen werde, der auf Transparenz und Offenlegung ausgerichtet ist.