Laut Economic Daily stieg der US-Consumer-Price-Index im April um 3,8% im Jahresvergleich, nachdem er im März bei 3,3% gelegen hatte. Haupttreiber war dabei ein Anstieg der Energiepreise um 17,9%, wie aus Daten hervorgeht, die das Arbeitsministerium am 12. Mai veröffentlicht hat. Der höhere als erwartete Inflationswert schwächt das Vertrauen der Märkte in die Fähigkeit der Federal Reserve, Preissteigerungsdruck zu steuern.
Am 13. Mai führte die Versteigerung von 30-jährigen Anleihen durch das US-Finanzministerium dazu, dass die Renditen auf 5,046% stiegen. Das war das erste Mal seit 2007, dass die 5%-psychologische Schwelle überschritten wurde. Der deutliche Anstieg der langfristigen Zinsen spiegelt die Sorge der Anleger über anhaltende Inflation sowie die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik der Federal Reserve angesichts jüngster interner Uneinigkeit wider, darunter eine 8-zu-4- Gegenstimme in der April-Politikabstimmung des Federal Open Market Committee – die höchste Zahl von Dissens-Stimmen seit 1992.