Warsh 54-45 setzt sich durch: Durchbruch mit der Präsidentenwahl des Fed-Chefs – die spaltendste Abstimmung der Geschichte, Powell bleibt im Amt

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Der US-Senat hat am 13. Mai Kevin Warsh mit 54 zu 45 Stimmen zum Vorsitzenden der Fed gewählt, wie CNN berichtet. Das sei die am stärksten gespaltene Abstimmung für eine Fed-Chef-Nominierung in der modernen Geschichte. Warsh wird der 17. Vorsitzende der Fed und tritt die Nachfolge von Powell an, doch Powell bleibt als Fed-Gouverneur bis Januar 2028 im Amt. Dadurch entsteht eine Doppelspitze-Struktur, die es seit 1948 nicht gegeben hat.

54-45: Nur 1 demokratischer Senator stimmt über Parteigrenzen hinweg mit den Republikanern für Warsh

Die gesamte Abstimmung verlief nahezu vollständig entlang der Parteigrenzen: Nur der demokratische Senator John Fetterman aus Pennsylvania und alle republikanischen Senatoren stimmten für Warsh. CNN bezeichnete dies als „am stärksten gespaltene Abstimmung in der Geschichte der Fed-Chef-Nominierungen“. Zuvor hatte der republikanische Senator Thom Tillis die Nominierung von Warsh blockiert, weil das Justizministerium Ermittlungen zur Renovierung der Fed-Zentrale unter Powell anstellte; nachdem diese Untersuchung im April eingestellt wurde, konnte die Nominierung vorangetrieben werden.

Die Vorbehalte der demokratischen Seite gegenüber Warsh konzentrieren sich auf die Unabhängigkeit der Zentralbank. Senatorin Elizabeth Warren kritisierte, er werde zu einem „sock puppet“ (Marionette) von Trump. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, wies jedoch Druckvorwürfe zurück und sagte, die Marktteilnehmer rechneten damit, dass Warsh „mit der Zeit die Zinsen senken“ werde.

Powell bleibt Gouverneur im Amt, Doppelspitze erstmals seit 1948

Auch wenn Powell den Vorsitz abgibt, wird er als Fed-Gouverneur bis Januar 2028 im Amt bleiben. In seiner Abschiedserklärung sagte er, er werde „auf jede Weise, die helfen kann, den neuen Vorsitzenden unterstützen, während ich aus dem Rampenlicht zurücktrete“. Die Regelung, dass ein früherer Vorsitzender als Gouverneur im Amt bleibt, gibt es seit Marriner Eccles im Jahr 1948 nicht mehr. In der Praxis könnte sich dadurch eine Doppelspitze ergeben, bei der Vorsitzender und früherer Vorsitzender parallel Entscheidungen treffen.

Warshs erstes FOMC-Treffen ist für den 16.-17. Juni angesetzt. Laut einer Zusammenstellung von CNN plant er drei Änderungen:

Die Bilanz der Fed um 6,7 Billionen US-Dollar verkleinern

Die Zahl der FOMC-Sitzungen von jährlich 8 auf 4 reduzieren

Die Häufigkeit der Pressekonferenz des Vorsitzenden verringern

Diese Änderungen stehen in eine entgegengesetzte Richtung zur Hochfrequenz-Kommunikation während Powell’ Amtszeit und könnten die Markterwartungen an die Zeitplanung für Fed-Politiksignale verändern.

Spannung zwischen Zinssenkungsdruck und Inflation: Investoren erwarten bis Jahresende unveränderte Zinsen

Trump setzt Powell seit langem unter Druck, die Zinsen zu senken, und hat sogar öffentlich erklärt, er werde Warsh „anzeigen“, falls dieser nicht senkt. Doch das aktuelle Inflationsumfeld spielt nicht auf Trumps Seite. Der Kern-PPI ist im April um 1 % gestiegen—der stärkste Anstieg seit 2022—und zusammen mit der Energie-Preisunsicherheit durch geopolitische Faktoren sind die Voraussetzungen für schnelle Zinssenkungen noch nicht gegeben.

Auf Marktebene erwarten Investoren, dass der Fed-Leitzins bis Ende dieses Jahres unverändert bleibt. Die wichtigste Herausforderung für Warsh nach Amtsantritt wird darin bestehen, einen glaubwürdigen Pfad zwischen dem „politischen Erwartungsdruck, die Zinsen zu senken“ und dem „Inflationsdruck, der nicht nachlässt“ zu finden. Die Entscheidung, Powell als Gouverneur im Amt zu lassen, erhöht zudem die Schwierigkeit, dass Warsh innerhalb des FOMC schnell einen Konsens aufbaut—falls Powell und die Mehrheit der Gouverneure eher abwarten, kann Warsh selbst dann, wenn er persönlich eine Zinssenkung befürwortet, möglicherweise nicht die Mehrheit hinter sich bringen.

Ketten-News-Analyse: Für Krypto und globale Risk Assets startet Warshs Amtszeit mit hoher Unsicherheit. Einerseits hat Trump ganz klar die Erwartung, dass Warsh eine Zinssenkungsrunde leitet; falls das gelingt, könnte es zu einem Überlaufen der Liquidität kommen. Andererseits könnte die Doppelspitze durch Powell als Gouverneur dazu führen, dass sich die politische Ausrichtung nicht so schnell in Richtung Tauben bewegt, wie es von außen erwartet wird. Das FOMC am 16.-17. Juni ist der erste klare Beobachtungsanker.

Der Artikel „Warsh 54-45 durch Fed-Vorsitz bestätigt: Die am stärksten gespaltene Abstimmung der Geschichte, Powell bleibt Gouverneur“ erschien zuerst in Ketten-News ABMedia.

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