Laut Wintermute beschleunigte sich am 19. Mai die US-Inflation erneut, und die Zinserwartungen an die Federal Reserve kehrten sich innerhalb von fünf Handelstagen um: von Wetten auf Zinssenkungen hin zu der Sorge vor erneuten Zinserhöhungen. Die Rendite der US-Staatsanleihe mit 10-jähriger Laufzeit stieg auf 4,58%, und in drei Wochen wird ein deutlich stärker hawkischer Fed-Vorsitzender sein Amt antreten. Die Performance über verschiedene Anlageklassen hinweg spiegelt diesen Wandel wider: Rohöl der Sorte Brent stieg diese Woche um 8,6%, während Bitcoin um 5,7% fiel und Ethereum um 10,2% nachgab. Damit blieb Krypto hinter Aktien zurück, während Kapital in inflationsantreibende Vermögenswerte fließt.
Wintermute nannte den Bereich von 7,6 bis 7,8 Tausend US-Dollar als entscheidende Marke für Bitcoin. Wenn BTC diese Zone nach dem Nvidia-Earnings-Report am Mittwoch hält, könnte sich das Marktvertrauen wieder erholen. Sollte Bitcoin jedoch unter 75.000 US-Dollar fallen, was vor dem Hintergrund rückläufiger Funding-Rates und anhaltender ETF-Abflüsse passieren könnte, könnte es laut Wintermute rasch den Bereich von 70.000 US-Dollar testen.