Analyse zeigt: US lockert Exportbeschränkungen für Nvidia für China – Aktienkurs von Cerebras steht weiterhin unter Herausforderungen hinsichtlich weiterer Auftriebskräfte

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Cerebras Systems Inc. (Nasdaq-Ticker CBRS) ist an der Nasdaq gelistet. Der Ausgabekurs der Aktie stieg bei Handelsbeginn sofort von 185 US-Dollar auf 350 US-Dollar, was einem Anstieg von nahezu 90 % entspricht. Obwohl das Orderbuch eine 20-fache Zeichnungsnachfrage erreicht, ist Benzinga der Ansicht, dass der Kurs in der Startphase extremen Schwankungen unterliegt. Daher brauche es eine besonders strenge Prüfung der tatsächlichen Umsatzstruktur des Unternehmens, seiner Ertragskraft und seiner operativen Risiken. Sogar die IPOs mit der bislang höchsten Zeichnungsquote waren nach dem starken Kursanstieg am ersten Handelstag anschließend unmittelbar von deutlichen Kursrückgängen betroffen. Der Gründer von Nvidia, Huang Renxun, stieg nach seiner Teilnahme am Treffen zwischen den USA und China (Sichuan-Training) bekanntlich mit einem Kursschub einher, wodurch der globale Chipmarkt erneut bewegt wurde. Für Cerebras ist das jedoch keine positive Nachricht. Reine Marktbeobachtung, keine Anlageberatung.

Cerebras: Die Analyse hinter der hohen Bewertung

Cerebras’ Aktienkurs schoss beim Handelsstart kontinuierlich auf 350 US-Dollar. Rechnet man dies auf Basis des erwarteten Umsatzes für 2025 von 510 Millionen US-Dollar um, ergibt sich ein KGV von rund 206. Bei den derzeit 24,6 Milliarden US-Dollar an kumulierten Aufträgen und zusätzlich der von der Unternehmensleitung erwarteten Bestätigungsquote von etwa 15 % für 2026 und 2027 liegt der jährliche erwartete Umsatz bei nahezu 1,85 Milliarden US-Dollar, was eine Kurs-Umsatz-Relation von bis zu 57 ergibt.

Der Prospekt von Cerebras zeigt, dass der GAAP-Reingewinn in Höhe von 237,8 Millionen US-Dollar hauptsächlich aus der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Terminkontrakten im Zusammenhang mit G42 stammt, nicht aus zahlungsunwirksamen Erträgen. Im operativen Geschäft weist das Unternehmen einen Verlust von 145,9 Millionen US-Dollar aus. Käufer von CBRS-Aktien zahlen damit faktisch einen Wachstumspreis für eine Firma, deren Ertragsfähigkeit noch nicht bewiesen ist.

Cerebras’ finanzielle Risiken im Verborgenen

Die Wachstumserwartungen an Cerebras basieren zum Teil auf dem 20 Milliarden US-Dollar Investitionsplan, den OpenAI zugesagt hat. In den zugehörigen Finanzunterlagen und Medienberichten heißt es jedoch, dass Cerebras OpenAI Optionsscheine im Gegenwert von bis zu 10 % Unternehmensanteilen gewähren werde. Bei Umrechnung auf den Eröffnungskurs von 350 US-Dollar hat dieser Optionsschein einen Wert von 9,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht fast der Hälfte des erwarteten Bruttogewinns der Transaktion. Der reale wirtschaftliche Nutzen klafft somit deutlich auseinander mit den ausgewiesenen Buchumsätzen.

Geopolitisches Risiko

Die aktuellen Umsatzquellen von Cerebras sind stark konzentriert. Laut dem offiziellen Prospekt stammen 62 % des Umsatzes 2025 vom MBZUAI-KI-Universitätspaket, während der Technologiekonzern G42 24 % beisteuert. Was den Markt ebenfalls beschäftigt, nämlich OpenAI und Amazon Web Services (AWS), betrifft Aufträge in der Warteschlange, die noch nicht in greifbaren Umsatz umgewandelt wurden. Diese Kundenstruktur führt dazu, dass Cerebras jederzeit geopolitischen Risiken ausgesetzt sein dürfte. Das US-amerikanische Bureau of Industry and Security (BIS) überprüft und passt die Exportkontrollen für Halbleiter und Chips für fortgeschrittenes Rechnen regelmäßig an. Jede exportbezogene Einschränkung für den Nahen Osten oder die Region der Vereinigten Arabischen Emirate würde direkt auf das Geschäft von Cerebras durchschlagen. Im Vergleich zu den geopolitischen Vorteilen anderer Wettbewerber wie Nvidia ist das Risiko-Exposure von Cerebras deutlich erhöht.

Nvidia: Kurs auf Allzeithoch, für CBRS keine positive Nachricht

Huang Renxun nahm am Treffen zwischen den USA und China (Sichuan-Training) teil und entfachte damit die Erwartungshaltung an Nvidia erneut. Die USA haben inzwischen genehmigt, dass Nvidia H-200-Chips an große chinesische Unternehmen verkaufen darf, einschließlich Alibaba und Tencent. Die Chip-Restriktionen werden gelockert, und Nvidia erhält damit eine potenziell massive Umsatzquelle. Nachdem Nvidia positive Meldungen zu den Chips veröffentlicht hatte, festigte das seine Position als Marktführer bei KI-Chips. Anleger könnten CBRS nebenbei unter dem Einfluss eines optimistischen Stimmungsbilds kaufen. Wenn jedoch diese Welle hin zu Nvidia kippt, fehlt CBRS die Grundlage für anhaltenden Kursanstieg.

Dieser Artikel, der analysiert, dass die US-Lockerung bei den Exportbeschränkungen für Nvidia in Richtung China die Durchhaltefähigkeit der Kursentwicklung von Cerebras vor Herausforderungen stellt, erschien zuerst bei Kettennews ABMedia.

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