Der Gouverneur der Bank of England warnt: Globale Stablecoin-Standards hinken hinterher, fordert einen einheitlichen Regulierungsrahmen

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Der Gouverneur der Bank of England und Vorsitzende des Financial Stability Board (FSB), Andrew Bailey, sagte am 15. April (Mittwoch) auf einer Veranstaltung des Internationalen Finanzverbands (IIF), dass sich die Entwicklung globaler Standards für Stablecoins im vergangenen Jahr verlangsamt habe und dass die einzelnen Länder gemeinsame Regeln aufstellen müssten, um sicherzustellen, dass Stablecoins in vollem Umfang zum Wert zurückgefordert werden können.

Andrew Baileys Stellungnahme: FSB-Position bei der IIF-Veranstaltung

Laut den veröffentlichten Berichten über die IIF-Veranstaltung gab Andrew Bailey am 15. April eine Stellungnahme ab und wies darauf hin, dass das ordnungsgemäße Funktionieren von Stablecoins vom Vertrauen der Nutzer in den Mechanismus der Rückerstattung zum vollen Wert abhänge; Bailey definierte dies als Kernelement der „Wertabsicherung“.

Bailey erklärte auf der Veranstaltung ausdrücklich: „Wir müssen internationale Standards festlegen, um den Wert abzusichern. Ich glaube, wir können nicht hinnehmen, dass unterschiedliche Länder dabei unterschiedliche Regeln anwenden.“

Bailey merkte außerdem an, dass Stablecoins zwar weiter in das globale Finanzsystem vordringen, die Entwicklung internationaler Standards für Stablecoins im vergangenen Jahr jedoch langsam vorangekommen sei. Bailey bekleidet derzeit sowohl das Amt des Gouverneurs der Bank of England als auch das des Vorsitzenden des Financial Stability Board (FSB).

US-„GENIUS“-Gesetz: NPRM zur Regulierung von Stablecoins—FinCEN und OFAC veröffentlichen gemeinsam einen Compliance-Rahmen

Laut dem NPRM, das FinCEN und OFAC am 8. April gemeinsam veröffentlicht haben, müssen die im Rahmen des „GENIUS“-Gesetzes zur Geschäftstätigkeit zugelassenen Emittenten von Zahlungs-Stablecoins (PPSI) ab Januar 2027 die folgenden Compliance-Verpflichtungen erfüllen:

· Aufbau von AML- (Anti-Geldwäsche) und CFT-Compliance-Plänen (Anti-Terrorismusfinanzierung) sowie von Sanktions-Compliance-Plänen unter Aufsicht des leitenden Managements

· Durchführung von Risikoanalysen zu Finanzkriminalität

· Umsetzung risikobasierter Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden (KYC/CDD) und entsprechender Prüfungsrichtlinien

· Benennung von hauptverantwortlichen AML/CFT-Compliance-Beauftragten

· Durchführung von Compliance-Schulungen für Mitarbeitende

· Sicherstellung, dass AML-Kontrollmaßnahmen durch unabhängige Prüfungen und Tests erfolgen

Gemäß der Erläuterung im NPRM stimmen die oben genannten Verpflichtungsstandards mit den bestehenden Compliance-Anforderungen zu Finanzkriminalität überein, die für US-amerikanische Finanzinstitute gelten.

Kontroverse um die Regulierung von Stablecoins in Korea: Circle-CEO-Besuch in Seoul und gesetzgeberische Blockade

Laut Medienberichten aus dieser Woche sagte Jeremy Allaire, CEO von Circle, bei einem Medieninterview diese Woche in Seoul, dass Circle derzeit keine Pläne hat, an den Won gekoppelte Stablecoins herauszubringen, gleichzeitig aber die einschlägigen Gesetzgebungsdebatten im koreanischen Parlament genau beobachtet.

Allaire sagte in dem Interview: „Wenn wir für globale Unternehmen wie Circle einen legalen Weg zur Zulassung und zum Betrieb schaffen könnten, so wie wir es in Hongkong, Singapur, Japan und Europa getan haben, wären wir sehr daran interessiert, eine Lizenz zu erhalten und in Korea eine Niederlassung zu eröffnen.“

Allaire hatte diese Woche in Seoul Treffen mit Führungskräften aus dem koreanischen Bankensektor sowie mit mehreren großen koreanischen Krypto-Unternehmen und bot Beratung zur technischen Unterstützung bei Stablecoins für koreanische lokale Institutionen an, die daran interessiert sind, Stablecoins auszugeben.

In der politischen Szene Koreas gibt es derzeit eine Gesetzgebungskontroverse darüber, welche Voraussetzungen Technologieunternehmen und Bankinstitutionen für die Ausgabe von Stablecoins erfüllen müssen. Präsident Lee Jae-myung hatte während des Wahlkampfs versprochen, an den Won gekoppelte Stablecoins einzuführen; seine Regierung sieht sich seit dem Wahlsieg von Lee Jae-myung im vergangenen Juni fortlaufendem Widerstand aus dem Bankensektor und von der koreanischen Zentralbank gegenüber.

Häufige Fragen

In welchem Rahmen und zu welchem Zeitpunkt hat Andrew Bailey die oben genannte Stellungnahme zu den internationalen Standards für Stablecoins abgegeben?

Laut öffentlich zugänglichen Berichten gab Andrew Bailey am 15. April (Mittwoch) die oben genannte Stellungnahme auf einer vom Internationalen Finanzverband (IIF) organisierten Veranstaltung ab. Bailey ist derzeit gleichzeitig Gouverneur der Bank of England und Vorsitzender des Financial Stability Board (FSB).

Welche herausgebenden Stellen und welche Wirksamkeitszeit gilt für das Stablecoin-NPRM zum „GENIUS“-Gesetz in den USA?

Laut dem NPRM, das FinCEN und OFAC am 8. April gemeinsam veröffentlicht haben, tritt der Compliance-Regelungsplan für das „GENIUS“-Gesetz ab Januar 2027 vollständig in Kraft; zu diesem Zeitpunkt müssen die zugelassenen Emittenten von Zahlungs-Stablecoins (PPSI) die Verpflichtungen zu AML-, CFT- und Sanktions-Compliance einhalten.

Welche öffentliche Position hat Circle-CEO Jeremy Allaire zum koreanischen Stablecoin-Markt?

Laut Medienberichten aus dieser Woche erklärte Jeremy Allaire, dass Circle derzeit keine Pläne hat, an den Won gekoppelte Stablecoins herauszubringen. Wenn die koreanischen Aufsichtsbehörden einen rechtmäßigen Rahmen für den Marktzugang globaler Unternehmen schaffen, ist Circle bereit, eine Lizenz zu beantragen und in Korea eine Niederlassung zu eröffnen.

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