US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten ihren neuntgrößten wöchentlichen Mittelabfluss seit ihrem Start Anfang 2024: In den fünf Tagen bis einschließlich Montag gingen 1,7 Milliarden US-Dollar aus den Fonds ab, wie K33 Research berichtet. Bitcoin kam in diesem Zeitraum nahe an 83.000 US-Dollar heran – ein Kursniveau, das die durchschnittlichen Kosten widerspiegelt, zu denen sich ETF-Inhaber in etwa auf ihrem Investment „flach“ eingependelt haben. Der Zeitpunkt der Verkäufe war nicht zufällig: Das Abflussmuster zeigt eine strukturelle Dynamik im Krypto-Markt – das Kursniveau, das eigentlich Käufer zurücklocken sollte, ist zugleich die Stufe, die bei einigen Akteuren die schwersten Verkäufe auslöst.
Diese Dynamik entlarvt eine unangenehme Realität für ETF-Investoren. Als Bitcoin sich in Richtung der Marke von 83.000 US-Dollar erholte – dem Break-even-Punkt für viele Halter – nahm der Verkaufsdruck zu, statt nachzulassen. Der Mittelabfluss von 1,7 Milliarden US-Dollar innerhalb von fünf Tagen unterstreicht, wie Gewinnmitnahme- und Verlustminderungsstrategien an psychologischen Preisschwellen zusammenlaufen und so einen Deckeleffekt erzeugen können, der das Aufwärtspotenzial in Markt-Recoverys begrenzt.