BNP Paribas eröffnet regulierten Zugang zu Bitcoin und Ethereum über ETNs und ermöglicht Einzelhandelskunden die Exponierung über herkömmliche Wertpapierkonten, während gleichzeitig eine breitere institutionelle Blockchain-Strategie vorangetrieben wird.
BNP Paribas nimmt kryptogebundene ETNs für Privatanleger auf
Der wachsende Zugang zu regulierten kryptobezogenen Instrumenten verändert, wie traditionelle Investoren mit digitalen Vermögenswerten interagieren. So hat BNP Paribas Commercial Banking in Frankreich am 26. März seine Handelsplattform erweitert, um Krypto-Asset-ETNs aufzunehmen. Die Erweiterung ermöglicht Einzelhandelskunden den Zugang zu sechs neuen Produkten, die an die Performance von bitcoin und ethereum gekoppelt sind.
Die Kunden können die Exponierung über exchange-traded notes (ETNs) erhalten, ohne die zugrunde liegenden Tokens direkt zu halten. Dafür werden Standard-Wertpapierkonten nach den Regeln von MiFID II genutzt. MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II) ist ein europäischer Rechtsrahmen, der regelt, wie Investmentdienstleistungen erbracht werden und wie Handelsplätze funktionieren. BNP Paribas erklärte:
„Diese ETNs sind regulierte Produkte, die eine Exponierung gegenüber der Performance von Krypto-Assets über eine indirekte Investition ermöglichen, ohne dass der direkte Kauf oder das Halten von bitcoin oder ether erforderlich ist.“
Die Verfügbarkeit beginnt am 30. März 2026 und umfasst Einzel-, Geschäftskunden, Private-Banking- sowie Hello bank!-Nutzer in Frankreich. Für Kunden im Bereich Vermögensverwaltung in anderen Märkten ist ein gestufter Rollout geplant. Die Ergänzung bindet kryptogebundene Notes neben Aktien, Anleihen, ETFs, SCPIs und strukturierten Produkten ein, die über die Börsen- bzw. Austauschdienste der Institution bereits zugänglich sind.
Institutionelle Blockchain-Strategie geht über den Handel im Einzelhandel hinaus
Getrennte Initiativen innerhalb der Gruppe konzentrieren sich auf institutionelle Blockchain-Infrastruktur und nicht auf den direkten Einzelhandel mit digitalen Coins. Die Bank hat keinen öffentlichen Krypto-Austausch oder eine Funktion für das individuelle Token-Trading eingeführt. Stattdessen treibt sie Tokenisierung über Plattformen wie AssetFoundry auf Ethereum und Neobonds auf Canton voran. Ergänzend gibt es Projekte mit tokenisierten Fondsanteilen, Emissionen von Staatsanleihen und Finanzierungen für erneuerbare Energien.
Die Entwicklung der Infrastruktur erstreckt sich zudem auf Verwahrung und Abwicklung über Fintech-Zusammenarbeiten sowie Experimente mit Zentralbanken. Partnerschaften mit Metaco und Fireblocks unterstützen das Servicing digitaler Vermögenswerte für institutionelle Kunden, während die Teilnahme an Wholesale-CBDC-Testläufen die fortlaufende Einbindung in regulierte Abwicklungsinnovationen unterstreicht.
BNP Paribas ist in 64 Ländern aktiv und beschäftigt nahezu 178.000 Mitarbeiter. Es werden Kern-Geschäftslinien betrieben, darunter Commercial Banking, Investment Services sowie Corporate-Institutional-Aktivitäten. Die Gruppe stellte fest:
„Die 6 Krypto-Asset-ETNs werden über ein Wertpapierkonto ab dem 30. März 2026 für die einzelnen und unternehmerischen Kunden der Bank, Private-Banking-Kunden und Hello bank!-Kunden in Frankreich verfügbar sein.“
Die diversifizierte Struktur unterstützt die Integration neuer Anlageklassen in bestehende Finanzinfrastruktur und wahrt dabei gleichzeitig Compliance- und Risikomanagement-Standards.
FAQ 🧭
- Wie bietet BNP Paribas eine Krypto-Exponierung ohne direkte Eigentümerschaft?
Es bietet regulierte ETNs, die die bitcoin- und ethereum-Performance über Wertpapierkonten nachbilden.
- Warum ist dieser Schritt für traditionelle Investoren bedeutsam?
Er senkt Einstiegshürden, indem Krypto-Exponierung in vertraute, regulierte Anlage-Frameworks integriert wird.
- Welche Märkte werden zunächst für diese Krypto-ETNs ins Visier genommen?
In Frankreich erhalten Retail- und Private-Banking-Kunden zuerst Zugang, mit einem breiteren Rollout, der geplant ist.
- Startet BNP Paribas direkte Krypto-Handelsdienste?
Nein, die Bank konzentriert sich auf indirekte Exponierung und institutionelle Blockchain-Infrastruktur.