BOK-Gouverneur stellt Projekt Hangang als Modell für ein zweistufiges Geldsystem vor

Der Gouverneur der Bank of Korea, Shin Hyun-song, hielt am 1. Mai Eröffnungsansprachen auf der BOK-Konferenz 2026 im BOK-Anbau in Jung-gu, Seoul, und stellte dabei Project Hangang als tokenisiertes Vorhaben für Großkunden-Zentralbankgeld vor. Zudem umriss er die Tagesordnung der Konferenz zur Innovation des Geldsystems. Der Gouverneur rahmte die Veranstaltung so, dass sie sich damit befasst, wie Zentralbanken Vertrauen in das Geld bewahren können, während sie drängende geldpolitische Herausforderungen bewältigen müssen, darunter Inflation. Zentralbanken weltweit stehen vor der doppelten Aufgabe, kurzfristige Inflationsdruckfaktoren zu steuern und zugleich die langfristige Weiterentwicklung der Geldsysteme zu erforschen. Die Konferenz untersucht dabei historische Lehren und künftige Rollen von Zentralbankgeld in einem Rahmenwerk für ein Zwei-Stufen-System.

BOK stellt Project Hangang als Modell für das nächste Generation der Geldsysteme vor

Gouverneur Shin beschrieb Project Hangang als eine tokenisierte Form von Großkunden-Zentralbankgeld, die als Modell für das nächste Generation des Zwei-Stufen-Geldsystems dienen soll. MIT-Professor Robert Townsend wird die theoretische Grundlage für das Projekt während der Konferenz vorstellen und dabei erläutern, welche Innovationen Zentralbanken eingeführt haben, während sie die wesentliche Rolle des Geldes aufrechterhalten. Der Gouverneur betonte, dass Geld als soziale Institution und Koordinationsmechanismus fungiert, wobei die Wahrung des Vertrauens die grundlegende Frage bei der Gestaltung künftiger Geldsysteme ist.

Tagesordnung umfasst historische Lehren und technologische Innovation

Das Konferenzprogramm beinhaltet einen Keynote-Vortrag von Isabel Schnabel, Mitglied des Exekutivdirektoriums der Europäischen Zentralbank, zu Vertrauenswahrung und Entwicklung des Zwei-Stufen-Geldsystems. Im Anschluss folgt ein politischer Dialog zwischen Schnabel und Gouverneur Shin, der sich mit praktischen geldpolitischen Fragen in Europa und Korea befasst. MIT-Professor Robert Townsend hält einen Vortrag zur Gestaltung von Geldsystemen, mit einer Sitzung zur South-Sea-Bubble, die vom Ökonomen François Velde präsentiert wird und die Interaktionen zwischen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen untersucht. Die Tagesordnung verbindet sowohl historische Analysen, die bis zu den frühen Ursprüngen von Zentralbanken in Zahlungssystemen zurückreichen, als auch aktuelle technologische Diskussionen.

Redner sprechen über Finanzstabilität, Design digitaler Währungen und KI-Anwendungen

IMF-Direktor Tobias Adrian wird über die Integration von Überlegungen zur Finanzstabilität in makroökonomische Modelle sprechen und untersuchen, wie expansive finanzielle Bedingungen zur Anhäufung von Verwundbarkeiten beitragen. Princeton-Professor Markus Brunnermeier wird das Trilemma im Design von digitalen Währungssystemen erörtern, wobei Datenschutz eine zentrale Komponente ist. Purdue-Professor Michael Weber wird Forschung zu Kommunikation von Zentralbanken und der Wahrnehmung der Unabhängigkeit von Zentralbanken präsentieren und zeigen, wie sich die Antworten aus Umfragen deutlich unterscheiden – je nach politischer Ausrichtung der Befragten. Die Stanford-Forscherin Sophia Kazinnik wird über Anwendungen von Künstlicher Intelligenz im Zentralbankwesen berichten. Gouverneur Shin stellte fest, dass die Bank of Korea ein eigenes inländisches KI-System entwickelt hat, das alle Sicherheitsanforderungen erfüllt. Ein Politikpanel, moderiert von Professor Townsend, wird die zweitägige Konferenz abschließen.

FAQ

Was ist Project Hangang, das von der Bank of Korea angekündigt wurde?

Project Hangang ist ein Projekt für tokenisiertes Großkunden-Zentralbankgeld, das von BOK-Gouverneur Shin Hyun-song auf der BOK-Konferenz 2026 am 1. Mai vorgestellt wurde. Der Gouverneur beschrieb es als Modell der nächsten Generation für das Zwei-Stufen-Geldsystem, wobei MIT-Professor Robert Townsend für die Vorstellung der theoretischen Grundlage während der Konferenz eingeplant ist.

Wer sind die bestätigten Redner auf der BOK-Konferenz 2026?

Zu den bestätigten Rednern zählen Isabel Schnabel, Mitglied des Exekutivdirektoriums der Europäischen Zentralbank, die den Keynote-Vortrag hält, IMF-Direktor Tobias Adrian zu Finanzstabilität, Princeton-Professor Markus Brunnermeier zum Design digitaler Währungen, Purdue-Professor Michael Weber zur Kommunikation von Zentralbanken, der Ökonom François Velde zur South-Sea-Bubble, die Stanford-Forscherin Sophia Kazinnik zu KI-Anwendungen sowie MIT-Professor Robert Townsend, der das abschließende Politikpanel moderiert.

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