Clarity Act steht vor einer 7-wöchigen Frist im Senat, während konkurrierende Gesetzesentwürfe aufeinanderprallen

Der Digital Asset Market Clarity Act steht vor der Verabschiedung auf deutlich engerem Kurs, nachdem der Senat seinen gesetzgeberischen Kalender stark zusammengedrängt hat. Die Kammer ging diese Woche in die Pause, ohne ihr Versöhnungspaket abzuschließen; es war an einer Streitfrage über einen DOJ-Entschädigungsfonds zur Verhinderung der Waffenverwendung ins Stocken geraten. Damit bleiben nur noch sieben Arbeitwochen bis zur August-Pause – vier im Juni und drei im Juli –, in denen der Clarity Act vorankommen soll. Die Krypto-Journalistin Eleanor Terrett skizzierte die Einschränkung: Die Abgeordneten müssen nun die Versöhnung klären, die Erneuerung des FISA-Regelwerks abwickeln, eine neu verabschiedete Wohnbaugesetzgebung adressieren und gleichzeitig Zeit im Plenum für den Clarity Act finden, während eine 60-Stimmen-Hürde für den Filibuster eingehalten wird. Der Zeitdruck drängt den Digital Asset Market Clarity Act in den direkten Wettbewerb mit mehreren großen gesetzgeberischen Prioritäten und verlängert die regulatorische Unsicherheit mindestens bis Ende 2026.

Zusammenbruch des Senatskalenders komprimiert den Zeitplan

Mehrheitsführer Thune teilte den Senatoren diese Woche mit, dass die Kammer bis Juni vertagt werde, wodurch der Versöhnungsentwurf unvollendet bleibt. Das Repräsentantenhaus dürfte folgen. Eleanor Terrett bewertete die Konsequenzen pointiert: „Die Frage, ob der Senat unter Zeitdruck und konkurrierenden Prioritäten zwei große Gesetzesvorhaben erledigen kann, beginnt sich abzuzeichnen. Die Frage, ob eines zwangsläufig in den Juli rutscht, wird nun gestellt.“

Die politische Rechnung ist eindeutig: Bei vier Arbeitwochen im Juni und drei im Juli muss der Senat gleichzeitig die Versöhnung voranbringen, die FISA-Neugenehmigung, die Wohnbaugesetzgebung sowie den Clarity Act – und dabei die 60-Stimmen-Schwelle überwinden, die nötig ist, um einen Filibuster zu stoppen.

Fundament des Clarity Acts bleibt stabil

Der Senatsausschuss für Banken brachte den Clarity Act am 14. Mai mit einer 15:9-Stimmen-Mehrheit über Parteigrenzen hinweg voran und zeigte damit Momentum bei dem zugrunde liegenden Gesetzesvorhaben. Der Entwurf zieht klare Zuständigkeitslinien zwischen der SEC und der CFTC, schafft eine Taxonomie für digitale Assets, die Wertpapiere von Rohstoffen unterscheidet, legt Registrierungsstandards für Börsen und Broker fest und enthält Verbraucherschutzbestimmungen.

Offene Fragen könnten jedoch eine weitere Verzögerung der Plenarbefassung nach sich ziehen. Die Ethikbestimmungen zu Interessenkonflikten von Regierungsfunktionären sind weiterhin ungeklärt. BRCA-Entwicklerschutzbestimmungen, die während der Verhandlungen im Ausschuss entfernt wurden, müssen vor einer Abstimmung im Plenum geklärt werden. Der Text des Bankenausschusses muss außerdem mit den CFTC-bezogenen Bestimmungen des Senatsausschusses für Landwirtschaft zu einem einheitlichen Gesetz zusammengeführt werden – ein zusätzlicher Verfahrensschritt, bevor es zur Plenarbefassung kommt.

Marktfolgen durch anhaltende Verzögerung

Institutionelles Kapital, das sich darauf vorbereitet, auf Basis regulatorischer Klarheit zu investieren, steht nun vor längerer Unsicherheit. Entwickler bauen weiterhin unter rechtlicher Unklarheit oder im Offshore-Bereich. Die DeFi-Safe-Harbors und Entwicklerschutzbestimmungen des Clarity Acts sind entscheidend für die wettbewerbsfähige Position des US-Blockchain-Ökosystems weltweit. Wenn der Gesetzentwurf die August-Pause verpasst, öffnet sich die nächste realistische gesetzgeberische Gelegenheit erst 2027.

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