
Die französische Musik-Streaming-Plattform Deezer hat am 21. April die bisher umfassendsten Daten zur Durchdringung von KI-Musik veröffentlicht: KI-generierte Songs machen derzeit 44% der täglich neu hochgeladenen Inhalte auf der Plattform aus, täglich bis zu 75.000 Songs, im Monat über 2 Millionen Songs. Obwohl KI-Musik in großer Menge in die Plattform strömt, entfallen ihre tatsächlichen Wiedergaben nur 1–3% der gesamten Wiedergaben der Plattform, und 85% der KI-generierten Titel verlieren ihre Berechtigung zur Gewinnerzielung, da ihre Wiedergaben storniert werden.
Wirklich atemberaubend: 2 Millionen KI-Musik-Titel pro Monat
Die von Deezer offengelegten Zahlen zeigen, wie tief generative KI-Tools in Streaming-Plattformen eindringen. Das Upload-Volumen von über 2 Millionen KI-Songs pro Monat ist die erste konkrete Datenoffenlegung eines Mainstream-Streaming-Anbieters über die tatsächliche Überflutung durch KI-Inhalte; Wettbewerber wie Spotify halten sich dazu bisher weitgehend bedeckt.
Deezer hat im Januar 2025 ein KI-Musik-Erkennungstool eingesetzt, das sich im Patentantragsverfahren befindet, mit einer Genauigkeit von 99,8%. Im Juni 2025 wurde es zur ersten globalen Mainstream-Streaming-Services-Plattform, die KI-generierte Inhalte eindeutig kennzeichnet. Nur im Jahr 2025 hat diese Technologie bereits über 13,4 Millionen KI-generierte Titel in der Katalogdatenbank der Plattform erkannt.
Große Diskrepanz zwischen Uploads und Wiedergaben: 85% der Wiedergaben sind falsch
Es gibt kaum echte Zuhörer für KI-Musik; dieses Missverhältnis hängt stark mit betrügerischen Aktivitäten zusammen. Die Erkennungstechnologie von Deezer hat 85% der Wiedergaben von KI-generierten Titeln als Schein- bzw. Fake-Traffic identifiziert und diese Wiedergaben aus der Profitabilität herausgenommen. Zuvor wurde berichtet, dass ein Mann sich schuldig bekannte und zugab, mit KI-Musik über 8 Millionen US-Dollar Streaming-Royalties erschwindelt zu haben; zudem wurde auch ein KI-Musikproduzent wegen eines 10-Millionen-Dollar-Betrugsfalls strafrechtlich von der Bundesanwaltschaft angeklagt. Der Hauptzweck massenhaft hochgeladener KI-Musik scheint demnach nicht darin zu liegen, echte Zuhörer anzuziehen, sondern mithilfe von Fake-Views Royalties abzuschöpfen.
97% der Zuhörer merken keinen Unterschied, 80% verlangen klare Labels
Obwohl KI-Musik in großer Menge vorhanden ist, können die Zuhörer sie mit dem Gehör nur schwer unterscheiden. Eine von Deezer beauftragte Blindhör-Studie untersuchte 9.000 Teilnehmer aus acht Ländern; die Ergebnisse zeigen, dass 97% der Befragten nicht in der Lage sind, KI-generierte Songs von menschlichen Kreationen zu unterscheiden. Gleichzeitig sind 80% der Befragten der Ansicht, dass Musik, die vollständig von KI generiert wurde, mit klaren Labels versehen werden sollte – diese Zahl spiegelt den starken Bedarf der Nutzer nach informierten Entscheidungen wider, selbst dann, wenn sie technisch nicht in der Lage sind, dies selbstständig zu erkennen.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkennt Deezer KI-generierte Musik?
Deezer hat im Januar 2025 ein KI-Musik-Erkennungstool eingesetzt, das sich im Patentantragsverfahren befindet, mit einer Genauigkeit von 99,8%; es kann automatisch die auf der Plattform hochgeladene Musik scannen und KI-generierte Merkmale identifizieren. Im Juni 2025 wurde Deezer zur ersten globalen Mainstream-Streaming-Services-Plattform, die KI-generierte Inhalte auf der Plattformoberfläche eindeutig kennzeichnet.
Warum ist die Upload-Menge bei KI-Musik hoch, aber die echten Wiedergaben so niedrig?
Der Hauptzweck massenhaft hochgeladener KI-Musik scheint demnach nicht darin zu liegen, echte Zuhörer anzuziehen, sondern mithilfe von Fake-Traffic Streaming-Royalties zu erschwindeln. Die Erkennungsdaten von Deezer zeigen, dass 85% der Wiedergaben von KI-generierten Titeln Fake-Traffic sind – das deutet stark auf organisierte Streaming-Betrugsaktivitäten hin, nicht auf ein natürliches Wachstum der Zuhörerzahlen.
Welche Auswirkungen hat Fake-Traffic von KI-Musik auf die Royalties menschlicher Künstler?
Fake-Traffic von KI-Musik verdünnt den gesamten Streaming-Pool und drückt indirekt die Royalties echter Künstler – denn Royalties werden üblicherweise nach dem Verhältnis der Wiedergaben zugeteilt. Deezers Maßnahmen zum Stornieren der Gewinnerzielung gehören zu den aktivsten Reaktionsansätzen der Branche, doch andere wichtige Plattformen haben bisher keine ähnlich großen Erkennungsdaten veröffentlicht, wodurch sich der tatsächliche globale Effekt nur schwer umfassend quantifizieren lässt.