Laut Bitunix-Analysten verlagerte sich am 16. Juni der Fokus der globalen Märkte vom Konflikt im Nahen Osten auf die Umverteilung von Kapital, nachdem bestätigte Pläne der USA und des Iran bekannt wurden, am 19. Juni ein Memorandum of Understanding zu unterzeichnen. Die Neubepreisung konzentriert sich auf drei parallele geldpolitische Dynamiken: der Rückgang des Energierisikos, der die Inflationserwartungen senkt, auseinanderlaufende geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken (während Japan die Zinsen auf ein 31-Jahres-Hoch anhebt) sowie das erste FOMC-Treffen des designierten Federal-Reserve-Chefs Walle Powell, das auf längere höhere Zinsen statt auf kurzfristige Lockerungen hindeutet.
Die Kapitalmärkte zeigen trotz höherer Zinsen „für länger“ Widerstandsfähigkeit. SpaceX hat seine IPO-Mittelbeschaffung auf 85,7 Milliarden US-Dollar ausgeweitet, Nvidia hat 20 Milliarden US-Dollar in Investment-Grade-Anleihen ausgegeben und rund 8–9 Billionen US-Dollar sind von Geldmarktfonds in risikoreichere Assets geflossen. Diese Verschiebung der Liquidität deutet darauf hin, dass den Märkten kein Kapital entzogen wird, sondern es in Richtung KI- und Technologiesektoren umgelenkt wird. Dennoch sehen inzwischen über 70 % der befragten Ökonomen die Wahrscheinlichkeit für eine über 20 % liegende Korrektur bei US-Aktien als höher an als die historischen Normen. Für Krypto liegt die kurzfristige Rolle von Bitcoin vor allem darin, die Nachhaltigkeit der globalen Risikobereitschaft inmitten dieses Umverteilungszyklus zu signalisieren.