JPMorgan bestätigte am 23. April 2026, dass es Saudi-Arabien zu seinem Benchmark-Index für Staatsanleihen – Emerging Markets (GBI-EM) hinzufügen wird, wirksam ab dem 29. Januar 2027, wie aus einer Notiz hervorgeht, die von der in New York ansässigen Bank zirkuliert wurde. Saudi-Arabien wird mit einer Gewichtung von 2,52 Prozent aufgenommen werden, was einen bedeutenden Schritt in der Integration des Königreichs in globale Schuldtitel-Benchmarks der Emerging Markets darstellt.
Indexdetails und Umfang
Der GBI-EM wird als der am weitesten verfolgte Benchmark seiner Art beschrieben, mit $233 Milliarden an nachverfolgten Investitionen. JPMorgans Entscheidung folgt auf das, was die Bank als „mehrjährige Anstrengungen für nachhaltige Reformen durch die lokalen Behörden“ bezeichnete, um den Marktzugang für internationale Investoren zu verbessern und die inländischen Handelsfähigkeiten zu stärken.
Geeignete Saudi-Assets
Saudi Sukuk – shariah-konforme Schuldtitel, die wie Anleihen funktionieren – mit einer verbleibenden Laufzeit von bis zu 15 Jahren werden für die Aufnahme in den Index in Frage kommen. JPMorgan identifizierte acht Sukuk-Emissionen, die für die Aufnahme qualifizieren, mit einem kombinierten Gesamtwert von $69 Milliarden.
Marktauswirkungen
Die Aufnahme in den GBI-EM dürfte die Liquidität und die Nachfrage nach saudischen Staatsanleihen erhöhen und möglicherweise die Kreditkosten für das Königreich senken.
Strategie des Schuldenmarkts von Saudi-Arabien
Saudi-Arabien wendet sich zunehmend internationalen Schuldenmärkten zu, um ein sich ausweitendes Haushaltsdefizit zu adressieren und die Finanzierung langfristiger Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung im Rahmen von Vision 2030 fortzusetzen. Die Aufnahme stellt die Anerkennung der Marktreformen des Königreichs und des verbesserten Zugangs für Investoren dar.
Vorankündigung
Im September berichtete AGBI, dass JPMorgan Saudi-Arabien auf „Index Watch-Positive“ gesetzt hatte, wodurch das Königreich auf dem Weg war, dem GBI-EM beizutreten.