JPMorgan warnt, dass die 'Scissors Gap' der KI-Branche nicht nachhaltig ist; entscheidender Wandel von Capex zu Monetarisierung

Laut einem am Mittwoch, dem 1. Juli, veröffentlichten Forschungsbericht von JPMorgan hat sich die Bewertungslücke zwischen KI-Halbleiter- und Speicherchip-Herstellern einerseits und Hyperscale-Cloud-Dienstleistern wie Amazon, Microsoft und Google andererseits im vergangenen Jahr auf ein nicht nachhaltiges Niveau ausgeweitet. Die Investment-These verlagert sich von der Vorhersagbarkeit der Investitionsausgaben hin zur kommerziellen Tragfähigkeit. JPMorgan warnte, dass der KI-Boom mit doppelten Abwärtsrisiken konfrontiert sei, falls das Wachstum der Investitionsausgaben der Cloud-Dienstleister wie vom Marktkonsens erwartet nachlässt – von 100 % im Jahresvergleich in diesem Jahr auf 22 % im Jahr 2027. Das Institut nannte zwei kritische Indikatoren, die es zu beobachten gilt: die Mietpreise für KI-Rechenleistung, die direkt die Rentabilität der Cloud-Plattformen bestimmen, und die Preise für Token großer Sprachmodelle. Beide schwächten sich im Juni ab, nachdem sie sich im April-Mai verbessert hatten. JPMorgan betonte, dass eine anhaltende Verbesserung dieser Kennzahlen essenziell sei, um den positiven Kreislauf der KI-Wertschöpfungskette zu validieren.
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